Saison 2013

Hafentage in Lemmer

Hier kann man gut ein paar Tage liegen, die Stadt bietet viel. Entweder mit dem Fahrrad auf dem Deich am Ijsselmeer vorbei, oder ein Bummel an der Promenade vorbei. Verführt wird man hier von Eisläden, Cafes und Restaurants. Man kann herrlich draußen sitzen, sofern das Wetter es zulässt und die vorbeifahrenden Schiffe oder die Anlegemanöver beobachten.  Und da gibt es einiges zu sehen, denn hier in den Niederlanden darf man ohne Sportbootführerschein ein Boot chartern. Und die Schiffe sind so groß wie damals die Butterschiffe auf der Flensburger Förde. Na gut, das ist jetzt ein bisschen übertrieben.

Aldi, Lidl, Jumbo und Spar sind als Supermärkte vertreten und direkt am Kanal gibt es viele verschiedene Läden, darunter auch einen Schiffsausrüster. Nachdem wir nun ein paar Tage viel Wind, Regen und Kälte hatten, hoffen wir nun wieder von der Sonne verwöhnt zu werden. Die Probe am heutigen Samstag war schon mal nicht schlecht.

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Saison 2013

Schoterzijl nach Echtenerbrug und weiter nach Lemmer

Spätabends landet gleich gegenüber von unserem Liegeplatz in Schoterzijl ein Ballon.

Wir verlassen den netten Anleger „an de Sluis“ in Schoterzijl und fahren weiter durch eine wunderschöne Landschaft. Auf dem „Kuinder of Tjonger“ wachsen viele Seerosen. Vor dem Tjeukermeer machen wir fest in Echtenerbrug. Abends kommen uns Pamina und Jens besuchen, sie machen Urlaub in den Niederlanden.

Echtenerbrug – Lemmer

Über das Tjeukermeer fahren wir Richtung Lemmer. Im Stadthafen von Lemmer haben wir Glück, noch ein Liegeplatz ist frei und wir machen schnell fest. Jetzt liegen wir nach reichlich Natur mal wieder mitten in der Stadt. Lemmer ist eine schönes Städtchen, hier bleiben wir 2 Tage.

Saison 2013

Meppel – Schoterzijl (Torfroute)

Meppel – Steenwijk (24km)

Nach den Hafentagen in Meppel haben wir jetzt auch wieder große Lust weiter zu ziehen. Also Leinen los und erst mal zum Wasserbunkern. In Holland gibt es direkt an den Liegeplätzen kein Wasser, sondern immer eine Bunkerstation für Wasser (Anlegeplatz mit Wasserschlauch, 100 Liter 0,50 Euro). Wir bunkern 300 Liter Wasser denn der Wassertank ist fast leer. Dann geht es auf den Meppelerdiep und nach ca. 5 km biegen wir ab in die Beukersgracht Richtung Steenwijk. Wir fahren auf der Torfroute. Hier erwartet uns eine Schleuse, aber die einzige für heute. Die Beukersgracht endet in einem großen See „Beltenwijde“, den durchfahren wir und es geht dann in den Kanal Beukers-Steenwijk bis nach Steenwijk. Vor der Brücke bei Giethoorn machen wir Mittagspause, die Brücke öffnet sich erst wieder um 13.00 Uhr. Gegen 14.30 sind wir fest im Passantenhafen von Steenwijk und liegen hier an einem schönen Steg mit Strom mitten in der Stadt. Leider regnet es kurz nach dem wir fest sind, ein kräftiges Gewitter tobt sich aus. Also muss der Bummel durch die Stadt warten. Es sieht allerdings aus, als wenn es bis zum Ladenschluss weiterregnet……

Gegen 18.00 Uhr bummeln wir noch durch die Stadt,  heute ist langer Donnerstag und es ist wieder trocken!

Hafentage in Steenwjik

Hier in Steenwijk spielte sich heute ein Entendrama ab…., eine Entenmutter mit 5 Küken (gestern waren es noch 6) kam heute morgen in den Passantenhafen und wollte mit den Küken (höchstens 2 Tage alt) an Land, aber es ist ein Kanal mit hoher und glatter

Uferbefestigung und da können die Kleinen nicht hoch, Mama Ente fliegt an Land und ruft und ruft, aber die Küken können ihr nicht folgen, die Entenmama versteht das nicht….und die kleinen Küken sind schon ganz schwach. Ich weiß nicht wie lange sie schon im Wasser paddeln. Sie müssen ja mal an Land, damit sie gewärmt werden können und auch damit sie die Federn fetten können. Eins der Küken, es schwächelt schon sehr, habe ich mit der Hand rausgeholt, aber es war zu spät, wenig später war es tot….nach einer weiteren Stunde leben nur noch 2 Küken….eins davon habe ich mit einem kleinen Einkaufskorb aus dem Wasser geholt, das sitzt jetzt in der Plicht und putzt sich….die Entenmama kreist ums Schiff mit dem anderen kleinen Entchen im Schlepp, aber das lässt sich nicht fangen…..

Ich habe das Küken in ein Tuch von der Küchenrolle gepackt und mit den Händen gewärmt, es zitterte fürchterlich. Dann hat es sich weiter geputzt und hat anschließend in meinen Händen ein Nickerchen gemacht. Die Entenmama hat sich beruhigt und ist dann auf eine Badeplattform gegangen, da konnte das andere Küken mit rauf. Das Schiff kam zum Glück gerade in den Hafen. Die anderen Schiffe haben keine Badeplattform oder sie sind zu hoch.

Nach dem Nickerchen habe ich das andere Küken zur Badeplattform gebracht. Es ist schnell zur Mama und unter die Federn geschlüpft. Es hat jetzt wieder etwas mehr Kraft. Nun verbringen sie die Nacht dort. Dem Hafenmeister habe ich Bescheid gegeben, das man hier nichts für Tiere vorgesehen hat! Die könnten nirgends an Land. Da meinte er,  richtig an die Menschen haben wir gedacht und Leitern angebracht, aber die Tiere haben wir vergessen. Aber das will ich mitnehmen und dafür sorgen, das sollte kein Probleme sein, wir finden eine Lösung. Diese Reaktion hat mir gefallen. Unterwegs im Kanal und auch in anderen Häfen habe ich gesehen, dass man dort so eine Art Rampe für die Tiere angebracht hat.

Steenwijk – Ossenzijl (14 km)

Nach einem schönen Geburtstagsfrühstück mit einem herrlichen Blumenstrauß legen wir in Steenwijk ab. Die Entenmutter sehen wir im Kanal, leider hat sie nur noch ein Küken, es ist wahrscheinlich das Kleine, welches wir an Bord hatten. Es wirkt nicht mehr so nass und verfroren wie gestern. Wir folgen weiter der Torfroute und die führt uns über den Kanal-Ossenzijl-Steenwijk zum kleinen verträumen Örtchen Ossenzijl. Direkt hinter der Schleuse finden wir einen kostenlosen Liegeplatz am Passantensteg. Leider ohne Strom. Wir spazieren zum Infocenter und Museum des Nationalparks Weerribben. Das ganze Gebiet entstand damals durch das Torfstechen, die Kanäle werden heute gerne von Sportbooten benutzt. Ebenfalls wurden viele Radwege angelegt und auch einen schönen Campingplatz findet man hier im ehemaligen Torfgebiet. Bei der Schleuse in Ossenzijl machen wir Pause und genießen direkt am Kanal einen Kaffee und ein Stückchen Apfeltorte mit Slagroom.

Ossenzijl – Schoterzijl (13,1km)

Weiter geht es auf der Torfroute nach Kuinre, diese Strecke können nur Boote mit einem Tiefgang von nicht mehr als 1m und einer Höhe von 2,40 m fahren. Wir dürfen und freuen uns über diese idyllische Strecke durch die fast unberührte Natur. Schilf und Seerosen säumen das Ufer der Linde. Die Linde ist ein kleiner Fluss, der auf ca. 12km befahrbar ist. Die Höchstgeschwindigkeit für die Boote ist 5km/h. Es geht also langsam durchs Wasser. In Kuinre schleusen wir und beschließen weiter bis Schoterzijl zu fahren. Es ist das Revier der braunen Kanäle. Hinter der Schleuse in Schoterzijl (steht offen) machen wir im Passantenhafen fest. Hier gibt es auch Strom für 0,50 E /kwh. Das Liegegeld beträgt 8,00 Euro. Vom Hafenmeister kaufen wir eine Marrekrite-Flagge, mit dieser Flagge (13 Euro) unterstützen wir den Verein, der für die Unterhaltung und Pflege der 3.500 kostenlosen Anlegestellen in Friesland zu ständig ist. Denn ab heute sind wir in Friesland.

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Saison 2012

Bilder vom letzten Jahr

Im letzten Jahr sind wir mit CARINA op Schiet gefahren, Hafenmeister Lutz aus Otterndorf hat uns fotografiert und uns die Bilder zur Verfügung gestellt und es sind wirklich wunderschöne Fotos 😉 danke an Lutz …..
Solche Fotos hat nicht jeder 😉 …..wir werden uns trotzdem bemühen, dass wir nicht wieder op Schiet sitten…… Bericht dazu vom letzten Jahr: Otterndorf

Saison 2013

Nieuw Amsterdam – Meppel

Nieuw Amsterdam – Hoogeveen (33,9km)

Mit dem ersten Schiff am Morgen fahren wir durch die B.B. (bewegliche Brücke). Im kleinen Ort Geestbrug machen wir Mittagspause (12.00 bis 13.00 wird nicht gearbeitet, alle Brücken bleiben geschlossen und es wird auch nicht geschleust). Den Anleger Geestbrug müssen wir uns merken, hier liegt man gut, ein neuer Holzsteg, mit Strom und Wasser.  13.00 Uhr geht es weiter, wir wollen nach Hoogeveen. Im Industriehafen soll es einen Yachthafen geben. Wir fahren hin und sind enttäuscht, hier wollen wir nicht liegen. Es ist schmutzig und laut, mit einem Hafengeld von = 1,20 Euro pro m. Zwar kann man gegenüber kostenlos liegen, aber auch hier gefällt es uns nicht, ist eben Industriegebiet. Wir fahren weiter. Am westlichen Rand von Hoogeveen finden wir einen schönen und kostenlosen Liegeplatz im Grünen, direkt vor der Schleuse „Nieuwe Brugsluis“ (ohne Strom).

Hoogeveen – Meppel

Um 9.00 Uhr öffnet die Schleuse, wir legen ab und es geht abwärts – mind. 5m. Heute passieren wir 3 Schleusen bis Meppel. Nach dem Schleusen prasselt Regen auf unser Deck, Schiebedach zu, Türen zu und Scheibenwischer an und alles ist erträglich. In Meppel legen wir im Stadthafen an. Wir liegen seit langer Zeit mal wieder in einer Box mit zwei Heckpfählen. Die Stadt gefällt uns sehr gut, hier kann man herrlich bummeln und es gibt viele Cafés und Restaurants. Morgen ist Sonntag und es wird nicht geschleust und auch die Brücken bleiben zu. Also Ruhetag! Außerdem erfahren wir, dass morgen Vatertag in den Niederlanden gefeiert wird. Wir nutzen auch die Waschmaschine im Yachthafen.

Internet heute kostenlos! – Bilder von den Tagen vorher sind jetzt auch online!

Saison 2013

Haren – Nieuw Amsterdam

Haren – Emmer-Compascuum (Niederlande)

Heute befahren wir den Haren-Rütenbrock-Kanal und passieren die Grenze. Jetzt sind wir in der Provinz Drenthe/Niederlande. In der ersten Schleuse in Haren bezahlen wir die Gebühr von 2,00 Euro. Insgesamt hat der Kanal 4 Schleusen und etliche bewegliche Brücken.  Am Ende des Kanals hat man die Wahl nach Steuerbord (Richtung Ter Apel) oder nach Backbord (zum Veenpark) abzubiegen. Wir fahren Richtung Veenpark, denn wir wollen den neuen Kanalabschnitt von Veenpark nach Erika benutzen. Dieser Kanalabschnitt „Veenvaart“ ist seit Juni 2013 fertiggestellt und bedeutet eine erhebliche Abkürzung von Deutschland zum Ijsselmeer.

Wir schaffen noch 3 weitere Schleusen, dann ist Schluss für Heute, Feierabend! Ab 17.00 Uhr wird nicht mehr geschleust und auch die Brücken werden nicht mehr bedient. Wir machen an einem Passantensteg fest. Hier liegt man kostenlos, jedoch auch ohne Strom. Vor uns liegt die „Margoo“, mit Margot und Jürgen kommen wir ins Gespräch, die beiden sind uns sehr sympathisch. Morgen geht es gemeinsam weiter……

CARINA und MARGOO

Emmer-Compascuum – Klazienaveen

Gemeinsam mit der MARGOO verlassen wir den Übernachtungsplatz und befahren nun den neuen Kanalabschnitt vom Veenpark nach Erika. Vor der neuen Doppelschleuse machen wir Mittagspause (12.00 – 13.00 Uhr), eigentlich ist das schön, man wird zur Ruhe gezwungen. Die Umgebung des neuen Kanalabschnittes wirkt noch etwas kahl, der Rasen muss noch wachsen und die Landschaft erinnert eher an eine Mondlandschaft als an Moor und Heide.

aufgezeichnet mit einem GPS-Tagger
aufgezeichnet mit einem GPS-Tagger

In Klazienaveen fahren wir bis in die Stadt und liegen dort wieder an einem Passantensteg (ohne Strom). Von hier sind es nur wenige Schritte bis zur Fußgängerzone oder zum Eisladen.

Mittagspause

Hafentag – wir genießen die Stadt und klönen mit Margot und Jürgen.

Klazienaveen – Nieuw Amsterdam

Kaum abgelegt in Klazienaveen und schon müssen wir vor der Schleuse in Erika warten, das Schleusentor funktioniert nicht……. Aber kurz vor 12.00 Uhr wird wieder geschleust, man verzichtet auf die Mittagspause. Eigentlich wollten wir bis Hoogeveen, aber um 14.00 Uhr machen wir fest in Nieuw Amsterdam, bis 17.00 Uhr würden wir die Strecke bis Hoogeveen nicht schaffen und müssten dann vor der nächsten Schleuse liegen bleiben. Hier in Nieuw Amsterdam (Veenord) liegen wir schön an einem richtigen Steg, mitten im Ort und haben heute auch Strom zur Verfügung.