2015

Leeuwarden

Leeuwarden gefällt uns gut und wir bleiben ein paar Tage.

Leeuwarden ist Hauptstadt der Provinz Friesland (Fryslân) und gehört zu den Niederlanden. Die Stadt war damals im 16. Jahrhundert eine der zehn angesehensten Städten der Niederlande. Dieser Wohlstand musste mit Festungswällen und -gräben geschützt werden. Später, als sie nicht mehr gebraucht wurden,  wandelte man sie in Parkanlagen um. In den Festungsgräben liegen heute die Sportboote.

Ein Wahrzeichen von Leeuwarden ist der Oldehove.

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Der Oldehove ist ein schiefer, 40m hoher Turm aus dem 16. J., der nie fertig gebaut wurde. Die Fundamente des Turms gaben nach und der Turm wurde schief. Bei einer Höhe von 10 m, begann er an einer Seite im weichen Friesenboden einzusinken. Nun wurde versucht, senkrecht weiter zu bauen, wodurch der Turm nicht nur schief, sondern auch noch krumm wurde. Bei 40 m war er 1,50 m aus dem Lot und der Bau wurde gestoppt. Er sollte drei Mal so groß werden und für die St.-Vitus-Kirche als Glockenturm dienen, die Kirche brach allerdings 1576 nach einem starken Sturm zusammen und wurde nie mehr aufgebaut. Der Turm steht heute noch und muss in jedem Jahrhundert neu gestützt werden.

Leeuwarden liegt am stark befahrenen Van Harinxmakanaal, der Leeuwarden mit Harlingen und dem Prinses Margriet-Kanaal verbindet, dieser Weg wird stark von der Berufsschifffahrt genutzt. Die „Staande Mastroute“ verläuft quer durch die Stadt. Es ist eine Verbindung von der Ems in IJsselmeer, die Segler mit stehendem Mast befahren können.

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Die Altstadt mit den malerischen Grachten, mit Blumen geschmückten Bogenbrücken, prächtigen Giebeln und schmalen Gassen hat einen ganz besonderen Reiz. In den engen Gassen befinden sich viele kleine Geschäfte und urige Kneipen.

Bilderbogen aus Leeuwarden:

weiterlesen: Oudkerkstervaart

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2015

Heerenveen – Leeuwarden

Von Heerenveen fahren wir auf dem Heerenveense Kanaal und um die Wartezeit vor der Eisenbahnbrücke zu vermeiden, biegen wir durch eine Brücke (2,70m) auf den Nieuwe Heerenveense Kanaal ab. Nun geht es weiter bis nach Akkrum. Vor der Klappbrücke in Akkrum haben wir eine Stunde Wartezeit (Middag). Nach dem Passieren der Brücke biegen wir ab in den Passantenhafen (nur für Schiffe bis 10m). Hier liegt man mitten im Dorf. Wir bummeln ins Dorf und genießen im Café „Kromme Knilles“ een Kopje Koffie und Appeltaart.

Hafengeld: 9 € + 2 € Touristenabgabe – Strom 0,50€ und Internet frei

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Kromme Knillis

Am nächsten Morgen legen wir ab und über die Kromme Knillis geht es auf den Prinses-Margriet-Kanaal. Hier herrscht viel Betrieb, wie auf einer Autobahn geht es zu. Segelboote, Motorboote und große Binnenschiffen fahren auf diesem Kanal.

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Prinses-Margriet-Kanaal

Schnell verlassen wir den P-M-K wieder und biegen in Grouw Richtung Leeuwarden ab. Aber wir befinden uns auf der „Staande Mastroute“ (von der Ems ins Ijsselmeer) und deshalb herrscht hier auch noch viel Betrieb.

Akkrum
Akkrum

In Leeuwarden an der Hermesbrug wird der Holzschuh für das „Klompgeld“ geschwenkt (Brückengeld 7 € für alle Brücken im Stadtgebiet).

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der schiefe Turm von Leeuwarden

Der Passantenhafen der Stadt Leeuwarden liegt im alten Verteidigungsgraben am Prinzenpark (Prinsentuin). So liegt man im Grünen und trotzdem in der Stadt.

Hafengeld: 10,27€ + 2€ Touristenabgabe, Strom 0,33€ kWh
Hafengeld nur am Automat und nur mit Kartenzahlung (mit Pin) möglich. Strom wird über eine Karte gebucht, die man für 5€ kaufen muss, Guthaben für Strom 2€. Die Karte darf man behalten, so steht da geschrieben, wie großzügig.

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2015

Von Meppel bis Heerenveen

In Meppel sind wir an unserem Liegeplatz gefangen. Ein Stahlponton hatte sich bei dem starken Wind losgerissen und die Ausfahrt aus dem Stichkanal versperrt. Nach einer Stunde sind wir wieder frei und können ablegen.

Tschüss Meppel – die Stad met Stijl – es war nett

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Heute fahren wir über den See……. Beltenwijde und Beulaker Wijde.

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Es ist sehr warm und wir erfrischen uns mit einer kalten Dusche. Anschließend geht es weiter auf der Torfroute an Giethoorn vorbei auf den Kanaal Beukers-Steenwijk.

9 Ströche
viele Ströche

In Steenwijk kommen wir am Nachmittag an und machen im Stadthafen fest. Man liegt hier längsseits im Kanal und es gibt Toiletten/Duschen/Strom und Internet.

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Hafengeld: 12 Euro und 2 Euro Touristenabgabe

Wir bummeln durch die Stadt und kaufen einen Jungen Genever.

Für den Alten einen Jungen Genever
Für den Alten einen Jungen Genever

Von Steenwijk geht es in die Natur.

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Tschüss Steenwijk

Wir befahren weiter auf der Torfroute den Kanaal Ossenzijl.

Hinter der Schleuse in Ossenzijl machen wir an der Wiese fest. Wir liegen auf dem letzten Platz und genießen die Sonne und die tolle Stimmung. Der Tag wird mit einen grandiosen Sonnenuntergang beendet, den wir auf dem Vorschiff mit einem Glas Wein verfolgen.

Kein Hafengeld – kein Strom

Von Ossenzijl fahren wir die Torfroute weiter Richtung Heerenveen. Es ist eine Strecke, die man nur mit einem flachen Boot fahren kann, die Höhe der niedrigsten festen Brücke beträgt 2,60m. Wir bummeln mit 6km/h durch diese herrliche Landschaft.

CARINA fährt wieder fast alleine und das in der Hochsaison! Hinter der offenen Schleuse Schoterzijl suchen wir uns einen Marrekriteplatz. Wir wollen es nicht glauben, wir finden einen Platz ganz für uns alleine an einer breiten Stellen der Linde (Flüsschen). Wir liegen an einem Schilfgürtel und blicken auf einen Seerosenteppich.
Marrekriteplatz mit der Nr.: TJ17

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Kein Hafengeld – kein Strom

Nach einem guten Frühstück in mitten der Natur legen wir ab. Auf Kuinder of Tjonger  nimmt der Betrieb wieder ein wenig zu.

Über die Engelenvaart gelangen wir in die Stadt Heerenveen. Auch hat unser flaches Schiff wieder einen Vorteil, wir können gleich in die Stadt fahren (feste Brücken 2,60m) und nicht im großen Bogen über die Heereslot. Der Klompje (Brückengeld 2€) kommt an der ersten Klappbrück in der Stadt angeflogen. Immer wieder beeindruckend wie der kleine Holzschuh direkt vor mir in der Luft hängt. Beim ersten Mal dachte ich, wie fange ich den Kompje ein? Aber das ist kein Problem, er hängt vor mir und ich muss ihn nur greifen. In Heerenveen können wir an der Kaimauer festmachen.

Kein Hafengeld – kein Strom

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2015

Bilder zum Meppeldag

Wir haben eine tolle Woche in Meppel verbracht. Der Liegeplatz Stadsgracht ist super, direkt mitten in der Stadt und doch ruhig. Donderdag ist Meppeldag und den wollten wir unbedingt mal erleben.

Es wird viel geboten, für Jung und Alt. Am Vormittag besuchen wir den Markt (Groente-, fruit- en lapjesmarkt op de Grote Oever), der so ziemlich alles bietet was man zum Essen oder auch zum Kleiden braucht. Mehrere Bühnen gibt es in der City mit Musik oder Sportvorführungen. Hier ein bunter Bilderbogen vom

Donderdag – Meppeldag

weiter:  

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Allgemein

Niederlande – bis Meppel

Wir haben Glück, es geht wirklich nach 3 Tagen weiter, die Brücke funktioniert wieder. IMG_5222 Der Kanal ist schmal und wir dürfen nur 5 km/h fahren. Nach 4 Schleusen und etlichen Brücken, die alle ferngesteuert werden, sind wir in den Niederlanden.

Wir biegen nach Backbord ab in den Stads-Compascuumkanaal. Hier werden die Brücken und Schleusen im Kombinat bedient. Ein Wärter bedient mehrere Brücken oder Schleusen und fährt mit einer Vespa neben uns her. In Emmer-Compascuum übernachten wir an einem kostenlosen Passantensteg im Ort.

Am nächsten Morgen geht es weiter, der Brückenwärter erwartet uns schon. Er hat am Abend vorher bei uns gefragt, wann wir weiter wollen. Dann geht es zügig weiter, es folgt Brücke auf Brücke und auch etliche Schleusen müssen durchfahren werden. Wir sind auf der Veenvaart, sie wurde 2013 eingeweiht und ist eine schnelle Verbindung von Deutschland zum Ijsselmeer. Schnell ist relativ, fahren dürfen hier auch nur 6 km/h. Den nächsten Stopp machen wir im Veenpark, es ist Mittagszeit von 12.00 bis 13:00, in dieser Zeit werden Brücken und Schleusen nicht bedient. Nach der Mittagspause liegen noch die neue Koppelsluis und Sparsluis sowie die Oranjesluis vor uns.

In Klazienaveen wollen wir übernachten und vielleicht auch einen Hafentag einlegen. Wir fahren Richtung Stadt zum Anleger und sehen ein Schild, Baggerarbeiten, wir müssen weiter weg von der Stadt im Kanal festmachen.

Liegeplatz vor Klazienaveen
Liegeplatz vor Klazienaveen

Auf dem Weg zu Fuss in die Stadt, sprechen wir mit dem Baggerfahrer und er erklärt uns, wir sind fertig mit den Arbeiten, ihr könnt hier wieder festmachen. Also zurück zum Schiff und wir verholen uns an den neuen Anleger in Klazienaveen.

Auch hier liegen wir kostenlos und das mitten in der Stadt. Der Anleger bietet auch jetzt einen Münzautomat für Strom und Wasser (Münzen 50Cent). Nach 2 Tagen geht es weiter auf der Verlengde Hoogeveensche Vaart.

Mittagspaus machen wir vor der Hoolbrug und abends sind wir dann fest am Passantenanleger in Noordscheschut bei Hoogeveen. Natürlich wieder kostenlos. Bis jetzt haben wir noch kein Hafengeld zahlen müssen.

Nächstes Ziel ist Meppel. Wir fahren auf der Hoogeveensche Vaart mit 9 km/h und kommen gut voran. Die Schleusen und Brücken werden ferngesteuert von der Nieuwebrugsluis in Hoogeveen. Gegen Mittag sind wir in Meppel und machen in der Stadsgracht fest. Das ist ein toller Liegeplatz mitten in der Stadt und trotzdem ruhig. Wir sind gerne in Meppel und verbringen immer ein paar Tage in dieser lebendigen und interessanten Stadt. Meppel, Stad met sjijl!

weiterlesen: Meppeldag

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Allgemein

Küstenkanal und Ems

Von Oldenburg wollen wir über den Küstenkanal und die Ems nach Haren.

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Vor der Schleuse Oldenburg müssen wir warten, Ca. 2 Std., dann endlich wird wieder geschleust. Die Schleuse war defekt und anschließend mussten wir auf die Flut warten, weil bei NW nicht geschleust wird (1,5 nach NW).

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Dann liegt er vor uns, der Küstenkanal. Er ist lang und langweilig.

Nach 6 Stunden sind wir in Lehe und machen dort für die Nacht fest. Lehe ist ein kleiner Hafen am Kanal, drumherum ist nur Natur.

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Hafengeld Lehe: 11 Euro incl. Strom

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Am nächsten Morgen geht es weiter noch ein Stück Küstenkanal und dann auf die Ems. Für heute liegen 3 Schleuse vor uns, Dörpen, Düthe und Hilter.

Auf der Ems ist das Fahren interessanter, der Fluss ist nicht so gerade wie der Küstenkanal.

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In Haren übernachten wir in der Marina.

Am nächsten Tag fahren wir zur Schleuse Haren und erfahren, dass in der Nacht ein Blitzeinschlag die Steuerung einer Brücke im Haren-Rütenbrockkanal zerstört hat. Wir können schleusen und bis zum Stadtanleger im Kanal fahren.

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Dort sollen wir auf die Weiterfahrt warten. Erst heißt es Samstag geht es weiter, dann kommt eine Dame von der Kanalverwaltung vorbei und sagt uns, es geht leider erst Montag wieder. Die Steuerung muss komplett erneuert werden und das schaffen sie nicht bis Samstag und Sonntag ist Ruhetag.

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Am Sonntag kommt der Hafenmeister vorbei und möchte Hafengeld kassieren. Wir liegen mit 3 Schiffen an einem Schwimmsteg, ohne Strom und Wasser und sind im Kanal gefangen! Die 3 Eigner sind sich einig, Hafengeld für 3 Tage wollen wir nicht zahlen. Der Hafenmeister führt an, der Steg koste Geld, Reinigung usw. Aber wir liegen hier wegen einer Störung, die die Kanalbehörde zu beseitigen hat und nicht weil wir es hier so schön finden. Nach langem Ringen erklärt sich der Hafenmeister mit einer Zahlung von 10 Euro (statt 21 €) einverstanden (ohne uns eine Quittung zu geben).

Es ist unerträglich heiß, das Thermometer zeigt 40 Grad.

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Weiterlesen: Ankunft Niederlande

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