Saison 2019

Zurück über die Vecht

Juli 2019

Nieuwersluis/Loenen

Vor der Weiterfahrt in Maarssen befüllen wir an der Wasserstation unsere Frischwassertanks.

Heute ist es bewölkt und es nieselt ab und an. Nach 2 Stunden legen wir hinter der Cronenburgerbrug in Nieuwersluis an.

Hier gibt es Passantenanleger mit Stromversorgung. Wir melden uns wieder mit der App bei AanUit.net an. Da es immer noch regnet, verzichten wir auf einen Landgang.

Hafengeld: 14,58€ inclusive Strom

Weesp

Das Wetter ist besser als vorausgesagt, es ist warm und die Sonne lässt sich öfter sehen. In Weesp legen wir diesmal gleich bei der „Lange Vechtbrug“ am Passantenanleger in einer Box an.

In einer Box mit Heckpfählen (ohne Zwischensteg) haben wir lange nicht mehr gelegen. Der Steg ist hoch und so kommen wir gut über den Bug von Bord.

Wir spazieren los, kaufen bei AlbertHein ein, trinken an der Schleuse einen Kaffee und ein Eis gönnen wir uns auch. Das Eis in der Fußgängerzone ist wirklich sehr sehr lecker. Es wird ein herrlicher Sommerabend, den wir in der Plicht mit einem Wein genießen.

Gegen 20:30 versammeln sich viele große Ruderboote bei der Lange Vechtbrug. Wir können den Start vom Kutterpullen-Wettstreit verfolgen. Insgesamt gehen 11 Boote mit gemischter Besatzung an den Start. Sie rudern Richtung Muiden.

Am nächsten Tag Dauerregen bis Nachmittags. Wir bleiben in Weesp. Nach dem Regen machen wir einen langen Spaziergang und genießen im Café T&B an der Gracht Koffie und Appeltaart.

Hafengeld: 9,50€ + Strom

Muiden

Heute fahren wir das letzte Stückchen Vecht bis Muiden. Diesmal möchten wir gerne in Muiden anlegen, bisher ist uns das nicht geglückt. Aber diesmal finden wir vor der kleinen Schleuse eine freie Box. Auch diesmal mit Heckpfählen und ohne Zwischensteg. Der Steg ist hoch und wir kommen wieder gut über den Bug von Bord.

Wir machen einen Spaziergang zum Schloss Muiden, die Besichtigung sparen wir uns, der Eintritt kostet 15€ pro Person! Das ist uns zu teuer. Es geht zurück zur Schleuse mit einem Stopp im Café. Anschließend noch zum Kaufmann und zur kleinen Weesperportsluis.

Weiter geht es nach Huizen

*

*

*

*

Saison 2019

Utrecht

Im Juli 2019

Von Maarssen nach Utrecht

IMG_7509
So parkt man in Maarssen

Heute wollen wir nach Utrecht, aber zuerst melden wir uns mit der App (AanUit.net) für Maarssen ab. Eine Bestätigung kommt prompt per SMS, Liegeplatz und Strom sind abgemeldet.

Wir kommen gut voran, die meisten Brücken werden fernbedient und öffnen sich bei Annäherung. Es ist bewölkt, ab und an fallen ein paar Tropfen vom Himmel.

Vor der Weerdsluis in Utrecht müssen wir ein wenig warten. Wir machen am Warteplatz fest.

Dann schleusen wir mir 3 anderen Booten. Die Schleusengebühr beträgt 5€ und man kann nur „pinnen“ (EC oder Kreditkarte).

IMG_7522

Gleich hinter der Schleuse biegen wir ab Richtung Monicabrug. Hier machen wir am Passantensteiger fest. 3 x 24 Stunden darf man hier liegen. Aber es gibt keinen Strom, für uns jetzt kein Problem mehr, neue Batterie und das Solarpaneele liefert trotz bewölktem Himmel ausreichend Strom.

Wir bummeln an der Oude Gracht vorbei, die nur wenige Schritte entfernt von unserem Liegeplatz ist. Die Oude Gracht schlängelt sich durch die Altstadt und kann auch befahren werden. Man kann sie befahren, sie ist allerdings sehr schmal, teilweise mit Tunnel oder Brücken mit Engpässen. Arbeitsschiffe (Verpflegungs- und Entsorgungsschiffe), Kanus, Trettboote, Schaluppen, Ausflugsboote uvm. sind hier unterwegs und das in beide Richtungen. Zwangsweise kommt es da schon mal zu gefährlichen Begegnungen.

Wir kennen dieses Getümmel vom letzten Besuch und diesem Risiko wollen wir Carina nicht aussetzen. Da sitzen wir lieber gemütlich in einem der vielen Cafés an der Gracht und beobachten vorbeifahrenden Schiffe und das quirlige Leben der Stadt.

Am nächsten Morgen bummeln wir abermals an der Gracht entlang, genießen die schöne Stadt diesmal mit Sonnenschein.

Nach einem guten Lunch in einem der Restaurants geht es zurück zum Schiff. Leinen los und ab zur Schleuse.

Wir fahren über die schöne Vecht zurück bis Maarssen.

Leider sind alle Liegeplätze mit Stromsäulen besetzt. Aber mit der neuen Batterie kein Problem und das, obwohl wir in Utrecht auch ohne Stromanschluss gelegen haben.

Das Anmelden mit der App bei AanUit.net geht problemlos. Gegen 19:00 Uhr sehen wir, wie zwei Kontrolleure von AanUit (in Uniform und mit Tablet) die Zahlung der Liegegebühr überprüfen. Etliche Schiffe haben sich scheinbar nicht angemeldet und müssen nun zahlen. An Carina gehen sie vorbei, unsere Anmeldung ist im System.

Es ist ein schöner Sommerabend und der Liegeplatz gefällt uns gut.

Hafengeld: 12,20€ ohne Strom 

IMG_3937
Unser Liegeplatz in Maarssen

Unsere Enkelkinder bekommen öfter eine Postkarte von Bord, wir erstellen mit unseren Fotos eine Postkarte auf der Page: „Pokamax“, die Karte wird von Pokamax versendet.  Eine tolle Möglichkeit finden wir, eine Karte kostet 2,49 €. Die Enkelkinder sind immer ganz begeistert.

5e76c640-85ae-4b2c-aa79-6b077dc9dfd7

 

Weiter über Maarssen, Middelhoek und Weesp nach Muiden.

*

*

*

*

Saison 2019

Dode Hond und die Vecht

Juli 2019

Von den Randmeren auf die Vecht

Nach einer Woche Zwangspause verlassen wir Zeewolde und fahren zur Schleuse Nijkerk. In der Schleuse liegen wir unbekannter Weise neben dem deutschen Motorboot „MaRa“ (hier die Page der MaRa).

Beim Verlassen der Schleuse haben wir über den Messenger von Facebook Kontakt mit der MaRa und tauschen Fotos aus. Die MaRa fährt weiter auf die Vecht und wir steuern die kleine Insel „Dode Hond“an. Mit der neuen Batterie an Bord dürften wir jetzt an der Wiese keine Stromprobleme mehr bekommen, zumal auch das Solarpaneele die Batterie weiter speist.

Dode Hond

Es ist ein tolles Plätzchen hier an der Insel, wir liegen ruhig in mitten der Natur. Wir genießen den wunderschönen Abend mit der tollen Lichtstimmung.

IMG_3617 - Kopie

Einziger Wermutstropfen ist das Seegras um uns herum. Vor der Insel wird gemäht und auch das Fahrwasser ist frei von Seegras, aber der Weg um die Insel zum Liegeplatz ist dicht bewachsen.

Am nächsten Morgen zeigt sich, dass das Batterieproblem gelöst ist. Die Batteriespannung ist ok. Wir legen ab und fahren vorsichtig um die Seegrasfelder herum. Aber die Schraube fängt doch Seegras auf, es rummelt und die Power fehlt. Mehrmals in den Rückwärtsgang hilft ein wenig.

Dann hören wir ein Schiffshorn, wir schauen uns um und entdecken die „MaRa“. Schnell die Kamera geholt, aber wir sind für ein gutes Foto zu weit entfernt. Beim nächsten Treffen wollen wir einen Fotostopp einlegen.

Es geht ein Stückchen über das Markermeer und dann biegen wir ab nach Muiden.

IMG_7441

Bei Muiden mündet die Vecht ins Markermeer. Um auf der Vecht zu fahren, müssen wir durch die Schleuse. Das Schleusentor steht auf und wir fahren gleich ein.

Weesp

Nun sind wir auf der Vecht, der wohl schönsten Wasserstraße der Niederlande. Unser erstes Ziel ist Weesp, das sind nur wenige km bis zur Stadt. In der Herrengracht in Weesp ist die Kade voll belegt. Wir machen am Brückengeländer fest. Für eine Nacht liegen wir so gut. Es ist etwas umständlich von Bord zu kommen, aber zum Glück sind wir noch nicht steif und gebrechlich.

Hafengeld: 9,50€

Wir verlassen Weesp und fahren die Vecht aufwärts. Es ist eine der schönsten Wasserstraßen der Niederlande. Viel Natur und schöne Dörfer mit prächtigen Häusern säumen das Ufer. Die Gärten sind fast alle liebevoll und interessant angelegt. Natürlich immer eine Wasserterrasse oder mindestens eine Sitzgelegenheit am Wasser.

De Nes

Beim kleinen See „De Nes“ machen wir an einem Passantensteiger ohne Landverbindung fest. Hier haben wir vor 2 Jahren schon mal Übernachtet. Das Wetter ist sonnig, nicht zu heiß und es geht eine leichte Brise.

Leider haben wir „Blinde Passagiere“ an Bord, jede Menge Fliegen und gegen Abend auch noch Mücken sammeln sich in unserem Salon. Uwe geht auf die Jagd und meint: jetzt sind wir wieder Fliegen und Mücken frei. Unsere Bulleyes sind mit Fliegendraht ausgestattet und so können wir auch abends/nachts sicher lüften. Leider hat Uwe nicht alle Mücken erwischt und so wird es doch eine unruhige Nacht. Die Biester lassen einen nicht in Ruhe schlafen, Uwe muss mehrmals raus aus dem Bett, weil es um uns herum summt und gestochen haben die Biester auch schon.

IMG_3788

Maarssen

Am nächsten Tag fahren wir gut 2,5 Stunden weiter die Vecht aufwärts und machen am Passantensteiger der Stadt Maarssen fest.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier sollen wir fürs Bezahlen der Liegegebühr eine App runterladen, uns registrieren und dann darüber bezahlen. Internet steht am Platz nicht zur Verfügung! Unser eigenes Netz fällt aus, keine Verbindung möglich. Kein Internet, dann muss man sich telefonisch anmelden. Uwe ruft an und das Drama beginnt. Die Dame spricht niederländisch oder englisch. Man einigt sich auf Englisch. Das Gespräch dauert 16 Minuten und Zack, wir sind angemeldet und können die Stromsäule benutzen.

Am nächsten Tag haben wir wieder Netz und können die App runterladen. Einloggen mit E-Mail und Passwort. Das Passwort hat die Dame uns gestern schon am Telefon mitgeteilt. Was wir nicht wissen, sie hat die E-Mail Adresse falsch notiert und so können wir uns nicht einloggen. Wir bemerken den Fehler und teilen es der Firma AanUit.net mit. Das ist die Kurzversion, denn es folgen noch Telefongespräche, SMS und endlich die Berichtigung per Mail.

IMG_7495

Wir bleiben einen weiteren Tag in Maarssen. Wir müssen unsere Vorräte auffüllen. Im Ort gibt es einen großen Supermarkt und eine kleine Einkaufsmeile. Wir besuchen ein nettes Restaurant das direkt am Kanal liegt, es heißt „De Endracht“. Wir sitzen draußen und können die Schiffe auf dem Kanal und bei der Brückenpassage beobachten. Man sollte unbedingt auch einen Blick ins Restaurant werfen, es ist interessant eingerichtet.

Wichtig bei der Abreise ist, dass man sich bei AanUit.net wieder abmeldet, denn sonst laufen die Liegegebühren weiter. Das Abmelden mit der App klappt problemlos.

Weiter geht es nach Utrecht

*

*

*

*