Allgemein, Saison 2016

Kampen – Zwolle

 

Im Juli 2016

Über die IJssel fahren wir bis Zwolle, Hauptstadt der Provinz Oberijssel. Auch Zwolle ist wie Kampen eine alte Hansestadt.

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Die Strömung der IJssel ist zwischen Kampen und Zwolle nur sehr gering, wir sind gut vorwärts gekommen. Der Yachthafen der Gemeinde Zwolle liegt in der sternförmig angelegten Stadsgracht und man ist mit wenigen Schritten in der City.

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Es macht Spaß durch die mittelalterliche Innenstadt zu bummeln und die vielen guten und bekannten Cafés, Restaurants und Spezialitätengeschäften zu besuchen. Da kann man saisonale Produkte aus der Region oder Spezialitäten wie zum Beispiel: Zwoller Senf, Peperbuskaas (Käsespezialität), Balletjes (Bonbons) und Blauwvingerkoekjes (Kekse) probieren. Blauwfinger wurden die Zwoller früher von den Menschen aus der Hansestadt Kampen genannt. Das ist eine alte Geschichte: Die Kamper kauften von den Zwoller eine Glocke und bezahlten sie mit Wagenladungen von Kleingeld. Die Zwoller bekamen von dem tagelangen Zählen des Münzen blaue Finger und erhielten so den Spitznamen „Blauwvinger“.

Im 15. Jahrhundert war die größte Blütezeit Zwolles, die Stadt war eine Hochburg der Buchdruckerkunst.  Heute kann man in Zwolle eine der schönsten Buchhandlungen von Europa besuchen, sie befindet sich in einer ehemaligen Kirche.

Sehenswert in der Altstadt ist das mittelalterliche Stadttor (Sassenpoort 1408).

Intersessant auch das Museum de Fundatie (bildenden Künste).

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Das Wahrzeichen von Zwolle ist der Peperbus, der Turm der Liebfrauenbasilika. Der 75 Meter hohe Turm kann erklettert werden (236 Stufen) und verfügt über ein Glockenspiel mit 51 Glocken. Peperbus wird der Turm im Volksmund genannt, weil die aufgesetze Spitze wie ein Pfefferstreuer aussieht.

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In der Stadt gibt es viele Parks, die zum Spazierengehen einladen.

Wir haben den Aufenthalt in Zwolle genossen und werden bestimmt wiederkommen.

 

weiter geht es nach Meppel

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2015

Leeuwarden

Leeuwarden gefällt uns gut und wir bleiben ein paar Tage.

Leeuwarden ist Hauptstadt der Provinz Friesland (Fryslân) und gehört zu den Niederlanden. Die Stadt war damals im 16. Jahrhundert eine der zehn angesehensten Städten der Niederlande. Dieser Wohlstand musste mit Festungswällen und -gräben geschützt werden. Später, als sie nicht mehr gebraucht wurden,  wandelte man sie in Parkanlagen um. In den Festungsgräben liegen heute die Sportboote.

Ein Wahrzeichen von Leeuwarden ist der Oldehove.

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Der Oldehove ist ein schiefer, 40m hoher Turm aus dem 16. J., der nie fertig gebaut wurde. Die Fundamente des Turms gaben nach und der Turm wurde schief. Bei einer Höhe von 10 m, begann er an einer Seite im weichen Friesenboden einzusinken. Nun wurde versucht, senkrecht weiter zu bauen, wodurch der Turm nicht nur schief, sondern auch noch krumm wurde. Bei 40 m war er 1,50 m aus dem Lot und der Bau wurde gestoppt. Er sollte drei Mal so groß werden und für die St.-Vitus-Kirche als Glockenturm dienen, die Kirche brach allerdings 1576 nach einem starken Sturm zusammen und wurde nie mehr aufgebaut. Der Turm steht heute noch und muss in jedem Jahrhundert neu gestützt werden.

Leeuwarden liegt am stark befahrenen Van Harinxmakanaal, der Leeuwarden mit Harlingen und dem Prinses Margriet-Kanaal verbindet, dieser Weg wird stark von der Berufsschifffahrt genutzt. Die „Staande Mastroute“ verläuft quer durch die Stadt. Es ist eine Verbindung von der Ems in IJsselmeer, die Segler mit stehendem Mast befahren können.

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Die Altstadt mit den malerischen Grachten, mit Blumen geschmückten Bogenbrücken, prächtigen Giebeln und schmalen Gassen hat einen ganz besonderen Reiz. In den engen Gassen befinden sich viele kleine Geschäfte und urige Kneipen.

Bilderbogen aus Leeuwarden:

weiterlesen: Oudkerkstervaart

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