Saison 2016

Kreuz und quer durch Friesland

Im August 2016

Den gesamten Monat August verbringen wir in Friesland. Es geht kreuz und quer durch das wunderschöne Friesland/Fryslan. Von Sneek nach Franeker, über Wergea und Oudkerk  nach Dokkum, über Oude Leije und Franeker zurück nach Grou,von Akkrum über Ernewald zum Winterlager nach Leeuwarden.

 

Sneek – Franeker

Wir fahren auf der Middelzeeroute, sie ist seit 2005 eine direkte Verbindung zwischen Sneek und Leeuwarden. Wir fahren durch die offenstehende Dompsluis Richtung Sneeker Jachthafen „De Domp“ und folgen der Sneeker Trekvaart und der Franekervaart bis zum Van Harixmakanaal. Diese Strecke ist für Schiffe mit max. Durchfahrtshöhe von 2,45 m + max. Breite von 4,5 m geeignet.

 

Wergea über Oudkerk  nach Dokkum

 

Dokkum – Oude Leije – Franeker

Von Dokkum fahren wir über die nördliche Stecke der Elfstädtetour. Wir biegen von der Dokkumer Ee bei Bartlehiem auf die Feinsumervaart ab und schippern bis nach Oude Leije. Dort übernachten wir an einem Marrekriteplatz. Anschließend geht es weiter nach Franeker. Dort verweilen wir 2 Tage.

 

Grou, Earnewald und Ankern an den MareBoie

Zum Abschluß der Saison kommt unser Sohn Tim für ein Wochenende an Bord. Wir steuern Leeuwarden an und machen am Princentuin fest. Wir bummeln durch Leeuwarden.

 

Am nächsten Tag geht es zum Winterlager über die Bonkevaart, Alddeel und Langdeel zu den zu de TweeProvincien. Hier kommt CARINA Ende August ins Winterlager. Diesmal etwas früher als sonst, denn wir haben einen sehr wichtigen und freudigen Grund ab September zu Hause zu sein.

CARINA wird mit dem Travelkran aus dem Wasser gehoben und anschließend wird das Unterwasserschiff mit dem Druckreiniger gesäubert. Der Rumpf bekommt eine Dusche mit Antikalk und die Wirkung ist toll. Alles glänzt wieder wie neu.

Dann kommt das Schiff auf einen Lagerbock und wird mit einem Hydraulikwagen in die Halle transportiert. Wir sind sehr zufrieden mit dem Service bei TweeProvincien, alles geschied mit Ruhe, Sorgfalt und Umsicht. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause. CARINA steht gut und sicher in der Halle.

 

Ende August sind wir wieder zu Hause und am 4. September 2016 wird unsere Enkeltochter Meline geboren.

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Willkommen an Bord

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Auf Wiedersehen in der nächsten Saison

 

 

 

 

 

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2015

Richtung Franeker

Wir legen in Oudkerk ab und fahren zur Selbstbedienungsbrücke.

Klappbrücke Oudkerk
Klappbrücke Oudkerk

Diesmal steht kein kleiner Junge da, um für uns die Brücke zu öffnen. Uwe legt an und ich steige aus. Uwe legt wieder ab und ich laufe zum Automaten der die Brücke bedient. Uwe wartet mit dem Schiff vor der Klappbrücke. Zuerst 2 € einwerfen, dann geht es los…. Beim Lesen der Anleitung erfahre ich, dass das Bruggeld von 2€ Pfandgeld ist, man bekommt es beim Schließen der Klappbrücke wieder zurück. Jetzt weiß ich auch, wieso der kleine Brückenwärter so gestrahlt hat, als ich ihm 2€ + 1€ für den Service gegeben habe 😉

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Bedienungsanleitung der Klappbrücke:

  1. 2 € einwerfen
  2. Stoplichten wegverkeer aan (Ampel an)
  3. Afsluitbomen neer (Schranken zu)
    Knop ingedrukt houden tot Knop “Brug op” Knippert
    Let Op! – Controleer of Brugdek leeg ist Voordat u de Knop “Brug op” bediend
  4. Brug op (Brücke auf)
    Let Op! Controleer of geen boten onder de Brug varer Voordat u de Knop “Brug neer” bediend
  5. Brug neer (Brücke zu)
    Knop ingedruckt houden to Knop “Afsluitbomen op” knippert
  6. Afsluitbomen op (Schranken auf)
    Stoplichten wegverkeer gaan automatisch uit

Bis zu Punkt 4 geht alles klar. Knopf für die Ampel drücken, dann den Knopf für die Schranken halten. Ein Auto steht nun schon auf der anderen Seite vor der Schranke. Mit dem nächsten Knopfdruck öffnet sich die Brücke und Uwe kann durchfahren. Da stellt sich das nächste Problem ein, es liegt ein Schiff auf der anderen Seite der Brücke, das auch durch will. Der Kanal ist sehr eng und es gibt keine richtige Anlegemöglichkeit auf dieser Seite. Uwe ruft mir zu: Karin komm, ich kann hier nicht lange liegen… Ich lasse also die Brücke auf und gehe wieder schnell an Bord. Carina liegt neben dem anderen Schiff und Uwe muss aufpassen, dass er nicht irgendwo aneckt. Dem holländischen Ehepaar im anderen Schiff rufe ich zu: „Ihr müsst die Brücke wieder schließen, wenn ihr durch seid“. Sie schauen mich erstaunt und ungläubig an. Es ist eine Klappbrücke mit Selbstbedienung, erkläre ich. Da verstehen sie es und rufen mir zu, ich soll dem nächsten Schiff Bescheid geben, welches ein Stück weiter auf die Brückenöffnung wartet. Auch diese Besatzung sieht mich verständnislos an. Wie Selbstbedienung? Scheinbar fahren die ohne Kartenmaterial, denn in der Karte ist es deutlich zu sehen. Nun erkläre ich das Ganze noch mal (alles im langsamen Vorbeifahren) und schließe noch leise an… Und ihr bekommt die 2 € zurück 😉

weitere Mühlen bei: Carina-Foto

Es geht weiter auf die Oudkerkstervaart und ein Stückchen die Dokkumer Ee. Dann biegen wir gleich wieder ab auf die Hallumervaart, denn wir wollen nach Hallum. In Hallum machen wir am Passantensteg fest (Kolk).

Da der Wind auflandig ist, treibt allerlei Schmutz um uns herum. Wir gehen zum Einkaufen in den kleinen Sparladen und legen wenig später wieder ab. Wir haben uns nicht wohl gefühlt. Also zurück auf die Dokkumer Ee und dann geht es gleich wieder ab in die Finkumervaart. Die Fußgängerbrücke gleich bei der Einfahrt ist sehr bekannt, es ist der psychologische Knackpunkt der Eislaufroute. Da kommen den Eisläufern die schon entgegen, die den Stempel der nördliches Stadt schon haben. Oft ist es auf dem Stück Bartlehiem – Dokkum schon dunkel und man nennt das Stück „Die Hölle des Nordens“. Die Brücke über die Finkumervaart kennt jeder Niederländer, hier stehen immer sehr viele Zuschauer.

Wir fahren über die Finkumervaart Richtung Bartlehiem, dieser nördliche Teil der Elfstedentocht ist seit 2013 für Sportboote befahrbar. Man erhöhte einige Brücken (2,50m), baggert den Kanal aus (1,30m), baute 2 Selbstbedienungsschleusen und legte einige neue Anlegestelle in den Dörfern an. Wir fahren an diesem Tag erst mal nur bis zu einem Marrekriteanleger auf der Finkumervaart.

Hier liegt man dicht beim Schilf an einem Steg. Um uns herum nur Natur.

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unser Marekriteanleger

Dann weiter nach Oude Leije. Hier müssen wir ein wenig warten, die Selbstbedienungsschleuse (Anita Andriesensluis) hat eine Störung. Ein Schiff liegt in der Schleuse und das Schleusentor geht nicht auf. Aber der Besitzer des Café neben der Schleuse ist auch für die Funktion der Schleuse zuständig und kann den Fehler schnell beheben.

Die nächste Schleuse (Schutsluis Wierstersyl) liegt schnell vor uns, hier funktioniert alles und wir können gleich schleusen. In Berlikum machen wir den nächsten Stopp. Am Passantenanleger (leider ohne Strom) legen wir an und sprechen mit einem Bewohner der Häuser am Kanal. Als er merkt, dass wir nach einer Stromsäule suchen, schlägt er uns gleich vor bei ihm an die Steckdose zu gehen. Er schließt sein Tor auf und wir können unser Stromkabel anschließen. In Berlikum kaufen wir im Supermarkt ein. Leider hatten der Bäcker und der Schlachter geschlossen. Wir gehen zurück an Bord, bewegen will man sich nicht, es ist viel zu heiß.

Am nächsten Tag werden wir vom Regen geweckt, alles sieht trostlos aus, grau und nass. Was für ein Unterschied zu gestern und mind. 10 Grad kälter, das tut allerdings mal gut.

Von Berlikum ist es nur ein kleines Stück bis Franeker. Dazu später mehr.

weiterlesen: Franeker

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2015

Leeuwarden und Oudkerk

2. Besuch in Leeuwarden

Auf Regen folgt Sonne.
Friesland zeigt sich wieder von seiner schönsten Seite

Da wir in Leeuwarden beim Schiffsausrüster für unsere Batterie ein Trennrelais bestellt haben, fahren wir noch mal zurück nach Leeuwarden. Der Marrekriteanleger auf der Bonkevaart liegt in unmittelbarer Nähe von einem Supermarkt (Jumbo).

Dort legen wir an und versorgen uns mit Lebensmittel. Dann geht es weiter über die Dokkumer Ee wieder in die Stadsgracht von Leeuwarden (Bruggeld über alle Brücken der Stadt: 7€).

Das bestelle Trennrelais holen wir ab und bummeln noch ein bisschen durch Leeuwarden. Uwe baut das Trennrelais ein und nun hoffen wir, dass die Verbraucherbatterie besser geladen wird.

Oudkerk

Von Leeuwarden fahren wir über die Bonkevaart (H. 2,50m) Richtung Oudkerk.

Dort im Passantenhafen machen wir fest.

Hier gibt es eine Waschmaschine und einen Trockner. Die Waschmaschine funktioniert super, 4,00 Euro (50 Cent) incl. Waschpulver, aber der Trockner versagt auf ganzer Linie. Pro Ladung 2€, aber beim nochmaligen Trocknen ist die Wäsche  immer noch feucht, dann gebe ich auf. Da müssen wir jetzt durch, CARINA wird dekoriert mit Wäsche. So haben wir unser Schiff noch nie gesehen. Aber es nutzt nichts, die Wäsche muss trocken werden. Wäsche trocknen am Schiff finden wir furchtbar. Zum Glück haben wir ein super Trockenwetter, mit Sonne und Wind ist die Wäsche schnell trocken.

Wir schauen uns im Ort um, es ist ein sehr schönes Dorf. Leider gibt es direkt in Oudkerk keinen Einkaufsladen, aber im Nachbarort, der fast mit Oudkerk zusammen wächst, gibt es einen kleinen Supermarkt.

weiterlesen: Richtung Franeker

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2015

Oudkerkerstervaart

Nach dem Stadtleben ist uns wieder nach Natur. Es geht über die Dokkumer Ee raus aus Leeuwarden und dann auf die Oudkerkstervaart.

Nun haben wir wieder Ruhe, die Brücken sind nur 2,50 m und alle Segelschiffe sind ausgebremst. Nicht das wir jetzt etwas gegen Segelschiffe haben, aber die dicken Motorboote werden auch ausgeschlossen und deshalb ist insgesamt weniger Betrieb. Carina fährt wieder ganz alleine durch die schöne friesische Landschaft.

In Oudkerk muss man die Klappbrück selbst bedienen. Ein kleiner Junge steht an der Brücke und möchte die Brücke für uns bedienen. Wir geben ihm das Brückengeld von 2€ für den Automaten und 1€ für den Service. Er strahlt uns an und freut sich. So brauchen wir nicht extra anlegen.

Die Kanterland-Brücke über die Murk in Friesland ist die letzte Brücke der berühmten Elfstedentocht, auf dem Abschnitt zwischen Oudkerk und dem Ziel in Leeuwarden. Die tausend blau glasierten kleinen Fliesen mit Abbildungen der Namen und Jahreszahlen der Teilnehmer bilden aus größerer Distanz Eisläufern, die hinter einander laufen.

Die berühmte Kanterlandsbrug, die letzte Brücke vor dem Ziel der Elfstedentocht
Die berühmte Kanterlandsbrug

Hinter der Brücke an einem Marrekriteplatz übernachten wir. Auch hier liegen wir ganz alleine. Es ist ruhig, nur die Vögel singen und ganz selten kommt ein Boot vorbei.

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Marrekritesteg

Das Wetter wird schlechter. Immer mehr Wolken ziehen auf. Es sieht bedrohlich aus.

Wir machen es uns im Salon gemütlich

und in den Regenpausen wird das Deck geschrubbt.

weiterlesen: Leeuwarden und Oudkerk

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2015

Heerenveen – Leeuwarden

Von Heerenveen fahren wir auf dem Heerenveense Kanaal und um die Wartezeit vor der Eisenbahnbrücke zu vermeiden, biegen wir durch eine Brücke (2,70m) auf den Nieuwe Heerenveense Kanaal ab. Nun geht es weiter bis nach Akkrum. Vor der Klappbrücke in Akkrum haben wir eine Stunde Wartezeit (Middag). Nach dem Passieren der Brücke biegen wir ab in den Passantenhafen (nur für Schiffe bis 10m). Hier liegt man mitten im Dorf. Wir bummeln ins Dorf und genießen im Café „Kromme Knilles“ een Kopje Koffie und Appeltaart.

Hafengeld: 9 € + 2 € Touristenabgabe – Strom 0,50€ und Internet frei

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Kromme Knillis

Am nächsten Morgen legen wir ab und über die Kromme Knillis geht es auf den Prinses-Margriet-Kanaal. Hier herrscht viel Betrieb, wie auf einer Autobahn geht es zu. Segelboote, Motorboote und große Binnenschiffen fahren auf diesem Kanal.

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Prinses-Margriet-Kanaal

Schnell verlassen wir den P-M-K wieder und biegen in Grouw Richtung Leeuwarden ab. Aber wir befinden uns auf der „Staande Mastroute“ (von der Ems ins Ijsselmeer) und deshalb herrscht hier auch noch viel Betrieb.

Akkrum
Akkrum

In Leeuwarden an der Hermesbrug wird der Holzschuh für das „Klompgeld“ geschwenkt (Brückengeld 7 € für alle Brücken im Stadtgebiet).

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der schiefe Turm von Leeuwarden

Der Passantenhafen der Stadt Leeuwarden liegt im alten Verteidigungsgraben am Prinzenpark (Prinsentuin). So liegt man im Grünen und trotzdem in der Stadt.

Hafengeld: 10,27€ + 2€ Touristenabgabe, Strom 0,33€ kWh
Hafengeld nur am Automat und nur mit Kartenzahlung (mit Pin) möglich. Strom wird über eine Karte gebucht, die man für 5€ kaufen muss, Guthaben für Strom 2€. Die Karte darf man behalten, so steht da geschrieben, wie großzügig.

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