saison 2018

Friesische Torfroute

Nachdem wir zwischen Grou, der Mareboje auf dem Sneekermeer und Akkrum mehrmals hin und her gewechselt haben und das sommerliche Wetter ausgiebig mit Chillen und Schwimmen genossen haben, steuern wir die Torfroute an.

_MG_6402

Die Kanäle der Torfroute stammen aus der Zeit, als in diesem Gebiet noch Torf abgebaut wurde (1630-1800). Von der Nieuwe Compagnon wurden die Kanäle wieder befahrbar gemacht und auch die Unterhaltung liegt in ihrer Hand.

IMG_1268

Das Befahren der Torfroute ist kostenlos, ebenso wie das Schleusen und Öffnen der Brücken. Liegegeld zahlt man auch nicht, nur an zwei oder drei Stellen fällt eine Gebühr für die Unterhaltung der Sanitärgebäude an.

_MG_6593

Es sind schmale und ruhig zu fahrende Kanäle, kaum touristische Attraktionen, der Weg selber ist die Sehenswürdigkeit. Er führt durch Weidelandschaften, Wälder, Moore und Heide. Man wird entschleunigt.

_MG_6459

Akkrum – Aldeborn

Von Akkrum fahren wir durch den Ortsteil Nes. Auf der Zijlroede passieren wir zwei Klappbrücken, sie werden von Brückenwärtern bedient. In der Waterkaarten App sind sie als Selbstbedienungsbrücken ausgewiesen.

IMG_1200

Über die Boorne gelangen wir nach Aldeborn(Oldeborn). Es ist ein kleines Dorf mit einer hübschen Kirche, einem Supermarkt und einem Café (leider geschlossen).

IMG_1213

Der Ort erstreckt sich längs des Kanals, wie es für die früheren Torf-Kolonien typisch war. Vor der ersten Brücke betätigen wir den Rufknopf und nach ein paar Minuten kommt eine Frau und öffnet die erste Brücke.

IMG_1223

Drei Drehbrücken passieren wir, die hintereinander von Brückenwärter/innen bedient werden. Wir finden einen Liegeplatz im Ort an der Kaimauer mit Strom und Wasser.

IMG_1225

Es ist heiß und die Kinder von Aldeborn tummeln sich im Kanal. Mit Luftmatratzen, Badebooten und Schwimmtieren, vom Einhorn bis Flamingo ist alles vertreten.

IMG_1241

Es macht Spaß die Kinder zu beobachten. Der Brückenwärter wartet sogar mit dem Schließen der Brücke bis alle Kinder von dem geöffneten Teil der Brücke ins Wasser gesprungen sind.

IMG_1236

IMG_1240

Am späten Nachmittag hören wir laute Musik und es kommt ein geschmücktes Boot mit vielen Kindern an Bord. Alle sind mit einem Wasserspritzgerät ausgestattet. Die Kinder aus Aldeborn begleiten das Boot am Kanal entlang und werden vom Boot aus nass gespritzt. Eine riesengroße Gaudi. Die Kinder im Boot, so erfahren wir, wechseln auf die höhere Schule nach Herrenveen und verabschieden sich so von den Kindern im Dorf. Dieses Vergnügen findet jedes Jahr statt.

_MG_6405

IMG_1247

In Aldeborn müssen wir kein Liegegeld bezahlen. Übernachten ist kostenlos.

Aldeborn – Gorredijk

Leinen los in Aldeborn, es geht weiter auf der Torfroute. Unser Ziel für heute ist Gorredijk. Gleich hinter dem Ortsausgang von Aldeborn passieren wir die erste Brücke, eine feste Brücke mit einer Durchfahrtshöhe von 3,40m, mit gelegtem Mast für uns kein Problem. Wir fahren auf dem Nijdijp.

IMG_1257

Etwas weiter (backbord) zweigt der neue Polderhoofdkanaal nach Veenhoop ab, der wurde erst 2017 eröffnet.

IMG_1261

Aber wir fahren weiter, der Kanal heißt jetzt Nije Feart, dann wechselt er seinen Namen kurz vor Gorredijk in Opsterlankse-Kompagnonfeart.

IMG_1267

Bis zur Schleuse in Gorredijk haben wir 4 bewegliche Brücken passiert. Teilweise werden sie mit der Hand vom Brückenwärter bewegt. Auch die Schleusentore werden per Muskelkraft geöffnet.

IMG_1272

In der Schleuse wird Carina ca. 1,5m nach oben bewegt und passiert bis zum heutigen Liegeplatz noch mal 3 Drehbrücken, die ebenfalls von den freundlichen Brückenwärtern für uns geöffnet werden.

Keine Gebühr für den Liegeplatz in Gorredijk, Strom gibt es für einen Euro an der Stromsäule.

_MG_6435

Es ist weiterhin sehr warm, selbst dieser Stubentiger überlegt, ob er baden gehen soll.

_MG_6442

In Gorredijk machen wir einen Tag Pause und füllen unsere Vorräte bei Aldi und Poiesz auf.

Gorredijk – Donkerbroek

Morgens sagen wir dem Brückenwärter, wir wollen weiter und er öffnet die Klappbrücke „Kaatswächterbrega“ für uns. Zwei weitere Klappbrücken öffnen sich als wir auf die Brücken zu fahren.

_MG_6447

Dann folgen 2 Selbstbedienungsbrücken. Die erste wird freundlicherweise von einer Anwohnerin geöffnet, selbstverständlich wird sie von uns belohnt. Die nächste Brücke wird gerade von der Bordfrau des uns entgegenkommenden Schiffes geöffnet und sie winkt uns gleich durch und schließt die Brücke anschließend. Dann kommt eine Klappbrücke und da hinter die Schleuse Lippenhuisen.

Hier ist wieder ein Brücken/Schleusenwärter für uns da. Wir werden alleine geschleust. Gleich im Anschluss die Hemrikerverlaat, ebenfalls wieder Klappbrücke und Schleuse mit Wärter.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die nächste Selbstbedienungsbrücke müssen wir tatsächlich selber öffnen. Uwe legt an dem kleinen Steg vor der Drehbrücke an, Karin steigt aus und öffnet die Brücke.

Es geht ganz einfach, mit dem Hebel entriegeln und die Brücke zur Seite schieben. Sie lässt sich leicht bewegen.

IMG_1322
Da kommt ein Schiff

Uwe fährt durch und legt am Steg hinter der Brücke wieder an, denn es kommt uns ein Schiff entgegen, jetzt können wir uns revanchieren, wir lassen das Schiff die Brücke passieren und schließen anschließend erst die Brücke.

IMG_1323
Wir warten und lassen das entgegenkommende Schiff passieren

Dann geht es weiter zur nächsten Schleuse, insgesamt sind es für heute 3 Schleusen und 18 Brücken (Klapp- oder Drehbrücken).

Von den 5 Selbstbedienungsbrücken haben wir nur eine selbst geöffnet, die anderen wurden von freundlichen Helfern bedient.

IMG_1328

Meistens sind es Kinder, die sich das Taschengeld aufbessern, denn jeder zeigt sich für den Service erkenntlich. Es erspart das zweimalige Anlegen pro Brücke. Ein Junge hat sich eine Angel mit einem Klompje gebastelt. Den ganzen Weg bis Donkerbroek fahren wir alleine und werden auch immer alleine geschleust.

_MG_6497

_MG_6494
Hier wird gemäht

Eine landschaftlich schöne Strecke mit lustigen Figuren.

In Donkerbroek am Ortsausgang gibt es die Möglichkeit festzumachen, hier gibt es Strom und auch ein Sanitärgebäude.

IMG_1336

Das Liegen ist kostenlos. Im Coop in Donkerbroek kaufen wir ein paar Kleinigkeiten ein und spazieren dann weiter zur Klappbrücke auf der Suche nach einem Eisladen.

Wir werden nicht fündig, aber im Restaurant am Kanal trinken wir ein Kopje Koffie und essen eine frisch gebackene Waffel mit Erdbeeren und Sahne.

IMG_1338
Liegeplatz Donkerbroek

Donkerbroek – Appelscha

Es ist wieder sonnig und sehr heiß. Das Thermometer zeigt 30Grad.

_MG_6505

Diesmal fahren wir nicht alleine, mit uns fahren zwei niederländische Boote. Wir haben heute 4 Schleusen und 11 Brücken zu passieren.

_MG_6509

Die beiden anderen Schiffe fahren sehr sehr langsam durch die Brücken und auch sehr langsam in die Schleusenkammern. Es dauert immer lange bis sie festgemacht haben, obwohl sie Bug- und Heckstrahlruder haben.

_MG_6510

_MG_6511

Auch auf gerader Strecke fahren sie mal schnell und dann wieder sehr langsam. Das ist nervig und kostet viel Zeit.

_MG_6522

_MG_6516

Die Schleusenkammern werden bis fast zum Überlaufen geflutet, das macht das Abfendern schwierig, aber unsere Treppenfender bewähren sich gut, da sie nicht aufschwimmen.

_MG_6548_MG_6550

Unter weiter geht es mit Brücken und Schleusen. Die gesamte Strecke beträgt ca. 11 km und wir sind fast 4 Stunden unterwegs.

Eine Hubbrücke in Oosterwohle

_MG_6527

_MG_6529

In Appelscha dann zwei Selbstbedienungsbrücken, sie werden von einem Jungen geöffnet, so können wir ohne Stop weiter fahren.

_MG_6559

An einem Steg mit Stromsäulen gehen wir in Appelscha längsseits.

_MG_6561

Auch hier ist das Liegen wieder kostenlos. Für Strom und Wasser benötigt man eine Karte, die man am Automat kaufen und/oder aufladen kann. Wir haben schon eine Karte von Leeuwarden und die können wir benutzen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Appelscha und auch einen Imbiss.

Appelscha – Mildam

Wir füllen noch den Wassertank voll, besorgen bei Pioesz Sprudel und wenden Carina vom Steg aus per Hand. Dann legen wir ab und fahren durch Appelscha zurück nach Oosterwohle.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach der 3. Schleuse (Nainga Verlaat) biegen wir ab auf den Tjonger. Auch hier wird die Schleuse wieder mit vollem Körpereinsatz bedient.

_MG_6638

Schleuse III auf zum Tjonger

_MG_6641

_MG_6644

_MG_6647

Dann in die Schleuse II und I. Diesmal sind wir alleine unterwegs.

_MG_6651
Sluis I

Insgesamt 6 Schleusen und 16 Brücken liegen auf der Strecke und es sind insgesamt ca. 30km.

_MG_6656_MG_6660

Nach 6 Stunden machen wir am Ortsrand des kleinen Dörfchens Mildam am Marrekriteplatz zum Übernachten fest.

_MG_6664

_MG_6665

Von Mildam fahren wir zum Ankern aufs Tjeukemeer.

*

*

*

*

*

Advertisements
Saison 2016

Blokzijl-Weesp

IMG_0291

Wir verlassen Blokzijl durch die offenstehende Keersluis (früher Seeschleuse), fahren an Vollenhove vorbei auf das Zwarte Meer.

IMG_0241
Vollenhove
Es weht kräftig und Carina pflügt durch das unruhige Wasser.

IMG_0246

Vom Ketelmeer biegen wir ab und fahren weiter auf den Randmeren. Hinter der Roggebotsluis, in der wir ganz alleine geschleust werden, suchen wir uns einen Übernachtungsplatz. Es ist ein kostenpflichtiger Übernachtungsplatz von Gastvrije Randmeeren (6,30€), gegen Abend kommen zwei junge Leute mit dem Boot zum Kassieren. Wir liegen dicht beim Schilf an einem kleinen Steg. Ruhig und sehr idyllisch.

Nach dem Frühstück legen wir ab und fahren weiter auf dem Dronthermeer bis nach Elburg.

IMG_0258
Einfahrt zum Passantenhaven Elburg
Im alten Hafen finden wir einen Liegeplatz und zwar gleich neben den Museumsschiffen (Botter). Es ist eine kleine Lücke und wir passen so eben dort rein.

IMG_8377

Museumshaven Elburg

Elburg ist eine alte Fischerstadt, die früher an der Zuiderzee lag. Eine Sehenswürdigkeit ist das alte Vischpoort, ein Stadttor durch das man heute in die Altstadt gelangt. Hier kann man wunderbar bummeln und dabei die mittelalterliche Atmosphäre genießen. Teilweise sind die Bürgersteige noch mit kleinen weißen und schwarzen Steinchen gepflastert und oft verraten sie den Beruf der früheren Besitzer der Häuser.

Es geht weiter auf den Randmeren, jetzt befahren wir das Veluwemeer. Wir haben viel Wind und es baut sich eine kleine Welle auf. In Nulde machen wir Station. Aber dieser Hafen ist nicht zu empfehlen, keine Einkaufsmöglichkeit und auch sonst nichts.

Aus dem Hafen und rein in die Nijkerksluis, wir kommen noch als letztes Boot mit in die Schleuse und haben so keine Wartezeit.

Wir verlassen die Randmeren und nehmen auf dem IJmeer den Schleichweg hinter den Inseln nach Muiden.

In Muiden steht das Schleusentor der Groote Zeesluis offen und wir können gleich in die Kammer fahren.

IMG_0302
Als Göschflagge setzen wir die Flagge von Schleswig-Holstein. Extra mit Wappen, damit man nicht denkt, wir haben die Gastlandflagge der Niederlanden verkehrt herum gesetzt!
Auf dem Flüsschen Vecht geht es dann weiter bis Weesp.

Im Passantenhaven in der Stadt finden wir ein Plätzchen und bleiben gleich 2 Tage dort. Erstmal ein Koffie und eine Waffel, dann erkunden wir die Stadt.

IMG_0252

Von hier wollen wir über den Amsterdam-Rijnkanaal zur Marina Amsterdam fahren.

*

*

*

*

Saison 2016

Leeuwarden-Blokzijl

 

Zurück vom Kurzbesuch im Rheinland, wir sind wieder an Bord und feiern den 45. Hochzeitstag.

Nun wollen wir Richtung Amsterdam starten. Doch starten ist nicht! Keinen Mucks gibt der Motor von sich, es stellt sich heraus, die Batterien sind hin. Wir ordern zwei neue bei Boatmax. Leider werden sie erst übermorgen geliefert.
Am übernächsten Tag fahren wir zu Boatmax (Leeuwarden) und bauen die neuen Batterien ein.

IMG_0192

Aber beim Startversuch das gleiche Problem, keinen Mucks, noch nicht mal das Vorglühen klappt. Uwe kontrolliert die Batterien und stellt fest, sie sind ebenfalls defekt (9,5 V). Das ist klinisch tot. Also wieder ausbauen und Boatmax besorgt neue Batterien. Sie liefern dann 100Ah statt 90Ah, weil sonst keine mehr vorrätig sind (zum gleichen Preis, als Entschädigung). Anschließend startet der Motor ohne Probleme und wir können endlich los.

18:30 Uhr werfen wir die Leinen los und fahren noch bis Grou.

Es ist schwül warm, das Thermometer zeigt 30Grad. Wir genießen den lauen Abend in der Plicht.

Am nächsten Tag geht es über das Sneeker Meer nach Sneek. Es ist bedeckt und nicht mehr so schwül. Wir finden einen Platz im Kolb beim Waterport und kurz danach kommt die Sonne wieder durch.

IMG_0216

Geburtstagsfeier an Bord

IMG_8336
Geburtstagskarte von Pamina und Jens

Wir bummeln durch die Stadt, Sneek ist immer wieder schön.

 

Von Sneek fahren wir über die Woudvaart, über Swarte Brekken, Langwarder Wielen zum Tjeukemeer und weiter nach Echtenerbrug.

Hinter der Christiaanbrug legen wir an und kaum sind wir fest, da weint der Himmel. Es nieselt den ganzen Nachmittag.

IMG_0215

Abends bekommen wir netten Besuch. Die Damen der Apollo-Crew, Jacqueline und Christine kommen an Bord. Es wir ein lustiger Abend und es hat uns sehr gefreut die Beiden kennenzulernen. Aus dem Internet (Facebook: Gruppe Wassersport in den Niederlanden) kennen wir Jacqueline, sie ist die Freizeitskipperin, die mit Frauen Törns durch Friesland macht. Mehr unter: Lust auf Schiff

IMG_8360
Am nächsten Morgen geht es weiter und wir fahren Richtung Blokzijl. Bei der Driewegsluis haben wir etwas Aufenthalt.

_MG_9430
Die Fahrt geht weiter über Ossenzijl und durch den Naturpark „De Werribben.

IMG_0220

Die Kahlenberger Gracht genießen wir, es macht Spaß an den vielen gepflegten Häusern mit den hübschen Gärten vorbeizufahren.

Vor der Schleuse in Blokzijl müssen wir wieder kurz warten und werden dann in den Kolk (Hafen) geschleust.

Diesmal nehmen wir einen Liegeplatz an der Zuiderkade. Diese Boxenplätze sind nur für kleine Schiffe wie unsere CARINA geeignet und so sind wir sicher, dass nicht eins von den grossen Schiffen direkt neben uns kommt. Das hatten wir beim letzten Besuch, rechts und links neben uns ein 13-14m Schiff ……

IMG_0230

In Blokzijl ist toll was los, es gibt Livemusik und viele Stände rund um den Hafen bieten Köstlichkeiten aus der Region an. Im Café Sluiszicht trinken wir Kaffee und genießen Appeltaart mit Blick auf den Schleusenbetrieb.

_MG_9474
der Kirchturm ist sehr beliebt

weiter: Randmeeren, Blokzijl – Weesp

*

*

*

*

Allgemein

Hindeloopen

Bevor es nach Hindeloopen geht, machen wir einen Abstecher nach Gaastmeer. Gaastmeer ist ein kleines Wassersport-Dörfchen im Herzen des friesischen Seengebietes. Wir fahren über lt Piel an und liegen dort vor der Brücke. Den Tipp haben wir aus der Gruppe „Wassersport in den Niederlanden“ bei Facebook bekommen (danke an Eckhardt). Im Dorf finden wir ein Restaurant, einen Supermarkt und einen Imbiss. Dort genießen wir Patat und Frikandel spezial.
Hafengeld 9,50€ (die einzige Stromsäule befand sich am Anfang des Anlegers)

Heute wollen wir nach Hindeloopen. Von Gaastmeer fahren wir über das Heegermeer, den See Fluessen und De Morra in die Koudumer Vaart.

Über diesen kleinen Kanal fahren wir bis zur Schleuse nach Hindeloopen. Vor der Schleuse wenden wir und fahren zurück zum Passantenanleger.

Im Yachthafen (vor der 2,50m hohen Brücke) hätten wir auch liegen können, aber der Passantenanleger am Sportplatz ist viel dichter bei der Stadt. Hier liegen wir gut und fast alleine.

Hindeloopen liegt am Rande des Ijsselmeers, der früheren Zuiderzee. 1225 erhielt Hindeloopen schon das Stadtrecht und wurde zu einer wichtigen Handelsstadt mit einer Flotte von mehr als 100 Schiffen.

Auf zur Stadtbesichtigung, hier der Bilderbogen von Hindeloopen:

weiterlesen: Stavoren

*

*

*

*

2015

Richtung Franeker

Wir legen in Oudkerk ab und fahren zur Selbstbedienungsbrücke.

Klappbrücke Oudkerk
Klappbrücke Oudkerk

Diesmal steht kein kleiner Junge da, um für uns die Brücke zu öffnen. Uwe legt an und ich steige aus. Uwe legt wieder ab und ich laufe zum Automaten der die Brücke bedient. Uwe wartet mit dem Schiff vor der Klappbrücke. Zuerst 2 € einwerfen, dann geht es los…. Beim Lesen der Anleitung erfahre ich, dass das Bruggeld von 2€ Pfandgeld ist, man bekommt es beim Schließen der Klappbrücke wieder zurück. Jetzt weiß ich auch, wieso der kleine Brückenwärter so gestrahlt hat, als ich ihm 2€ + 1€ für den Service gegeben habe 😉

_MG_5059

Bedienungsanleitung der Klappbrücke:

  1. 2 € einwerfen
  2. Stoplichten wegverkeer aan (Ampel an)
  3. Afsluitbomen neer (Schranken zu)
    Knop ingedrukt houden tot Knop “Brug op” Knippert
    Let Op! – Controleer of Brugdek leeg ist Voordat u de Knop “Brug op” bediend
  4. Brug op (Brücke auf)
    Let Op! Controleer of geen boten onder de Brug varer Voordat u de Knop “Brug neer” bediend
  5. Brug neer (Brücke zu)
    Knop ingedruckt houden to Knop “Afsluitbomen op” knippert
  6. Afsluitbomen op (Schranken auf)
    Stoplichten wegverkeer gaan automatisch uit

Bis zu Punkt 4 geht alles klar. Knopf für die Ampel drücken, dann den Knopf für die Schranken halten. Ein Auto steht nun schon auf der anderen Seite vor der Schranke. Mit dem nächsten Knopfdruck öffnet sich die Brücke und Uwe kann durchfahren. Da stellt sich das nächste Problem ein, es liegt ein Schiff auf der anderen Seite der Brücke, das auch durch will. Der Kanal ist sehr eng und es gibt keine richtige Anlegemöglichkeit auf dieser Seite. Uwe ruft mir zu: Karin komm, ich kann hier nicht lange liegen… Ich lasse also die Brücke auf und gehe wieder schnell an Bord. Carina liegt neben dem anderen Schiff und Uwe muss aufpassen, dass er nicht irgendwo aneckt. Dem holländischen Ehepaar im anderen Schiff rufe ich zu: „Ihr müsst die Brücke wieder schließen, wenn ihr durch seid“. Sie schauen mich erstaunt und ungläubig an. Es ist eine Klappbrücke mit Selbstbedienung, erkläre ich. Da verstehen sie es und rufen mir zu, ich soll dem nächsten Schiff Bescheid geben, welches ein Stück weiter auf die Brückenöffnung wartet. Auch diese Besatzung sieht mich verständnislos an. Wie Selbstbedienung? Scheinbar fahren die ohne Kartenmaterial, denn in der Karte ist es deutlich zu sehen. Nun erkläre ich das Ganze noch mal (alles im langsamen Vorbeifahren) und schließe noch leise an… Und ihr bekommt die 2 € zurück 😉

weitere Mühlen bei: Carina-Foto

Es geht weiter auf die Oudkerkstervaart und ein Stückchen die Dokkumer Ee. Dann biegen wir gleich wieder ab auf die Hallumervaart, denn wir wollen nach Hallum. In Hallum machen wir am Passantensteg fest (Kolk).

Da der Wind auflandig ist, treibt allerlei Schmutz um uns herum. Wir gehen zum Einkaufen in den kleinen Sparladen und legen wenig später wieder ab. Wir haben uns nicht wohl gefühlt. Also zurück auf die Dokkumer Ee und dann geht es gleich wieder ab in die Finkumervaart. Die Fußgängerbrücke gleich bei der Einfahrt ist sehr bekannt, es ist der psychologische Knackpunkt der Eislaufroute. Da kommen den Eisläufern die schon entgegen, die den Stempel der nördliches Stadt schon haben. Oft ist es auf dem Stück Bartlehiem – Dokkum schon dunkel und man nennt das Stück „Die Hölle des Nordens“. Die Brücke über die Finkumervaart kennt jeder Niederländer, hier stehen immer sehr viele Zuschauer.

Wir fahren über die Finkumervaart Richtung Bartlehiem, dieser nördliche Teil der Elfstedentocht ist seit 2013 für Sportboote befahrbar. Man erhöhte einige Brücken (2,50m), baggert den Kanal aus (1,30m), baute 2 Selbstbedienungsschleusen und legte einige neue Anlegestelle in den Dörfern an. Wir fahren an diesem Tag erst mal nur bis zu einem Marrekriteanleger auf der Finkumervaart.

Hier liegt man dicht beim Schilf an einem Steg. Um uns herum nur Natur.

_MG_5151
unser Marekriteanleger

Dann weiter nach Oude Leije. Hier müssen wir ein wenig warten, die Selbstbedienungsschleuse (Anita Andriesensluis) hat eine Störung. Ein Schiff liegt in der Schleuse und das Schleusentor geht nicht auf. Aber der Besitzer des Café neben der Schleuse ist auch für die Funktion der Schleuse zuständig und kann den Fehler schnell beheben.

Die nächste Schleuse (Schutsluis Wierstersyl) liegt schnell vor uns, hier funktioniert alles und wir können gleich schleusen. In Berlikum machen wir den nächsten Stopp. Am Passantenanleger (leider ohne Strom) legen wir an und sprechen mit einem Bewohner der Häuser am Kanal. Als er merkt, dass wir nach einer Stromsäule suchen, schlägt er uns gleich vor bei ihm an die Steckdose zu gehen. Er schließt sein Tor auf und wir können unser Stromkabel anschließen. In Berlikum kaufen wir im Supermarkt ein. Leider hatten der Bäcker und der Schlachter geschlossen. Wir gehen zurück an Bord, bewegen will man sich nicht, es ist viel zu heiß.

Am nächsten Tag werden wir vom Regen geweckt, alles sieht trostlos aus, grau und nass. Was für ein Unterschied zu gestern und mind. 10 Grad kälter, das tut allerdings mal gut.

Von Berlikum ist es nur ein kleines Stück bis Franeker. Dazu später mehr.

weiterlesen: Franeker

*

*

*

Allgemein

Niederlande – bis Meppel

Wir haben Glück, es geht wirklich nach 3 Tagen weiter, die Brücke funktioniert wieder. IMG_5222 Der Kanal ist schmal und wir dürfen nur 5 km/h fahren. Nach 4 Schleusen und etlichen Brücken, die alle ferngesteuert werden, sind wir in den Niederlanden.

Wir biegen nach Backbord ab in den Stads-Compascuumkanaal. Hier werden die Brücken und Schleusen im Kombinat bedient. Ein Wärter bedient mehrere Brücken oder Schleusen und fährt mit einer Vespa neben uns her. In Emmer-Compascuum übernachten wir an einem kostenlosen Passantensteg im Ort.

Am nächsten Morgen geht es weiter, der Brückenwärter erwartet uns schon. Er hat am Abend vorher bei uns gefragt, wann wir weiter wollen. Dann geht es zügig weiter, es folgt Brücke auf Brücke und auch etliche Schleusen müssen durchfahren werden. Wir sind auf der Veenvaart, sie wurde 2013 eingeweiht und ist eine schnelle Verbindung von Deutschland zum Ijsselmeer. Schnell ist relativ, fahren dürfen hier auch nur 6 km/h. Den nächsten Stopp machen wir im Veenpark, es ist Mittagszeit von 12.00 bis 13:00, in dieser Zeit werden Brücken und Schleusen nicht bedient. Nach der Mittagspause liegen noch die neue Koppelsluis und Sparsluis sowie die Oranjesluis vor uns.

In Klazienaveen wollen wir übernachten und vielleicht auch einen Hafentag einlegen. Wir fahren Richtung Stadt zum Anleger und sehen ein Schild, Baggerarbeiten, wir müssen weiter weg von der Stadt im Kanal festmachen.

Liegeplatz vor Klazienaveen
Liegeplatz vor Klazienaveen

Auf dem Weg zu Fuss in die Stadt, sprechen wir mit dem Baggerfahrer und er erklärt uns, wir sind fertig mit den Arbeiten, ihr könnt hier wieder festmachen. Also zurück zum Schiff und wir verholen uns an den neuen Anleger in Klazienaveen.

Auch hier liegen wir kostenlos und das mitten in der Stadt. Der Anleger bietet auch jetzt einen Münzautomat für Strom und Wasser (Münzen 50Cent). Nach 2 Tagen geht es weiter auf der Verlengde Hoogeveensche Vaart.

Mittagspaus machen wir vor der Hoolbrug und abends sind wir dann fest am Passantenanleger in Noordscheschut bei Hoogeveen. Natürlich wieder kostenlos. Bis jetzt haben wir noch kein Hafengeld zahlen müssen.

Nächstes Ziel ist Meppel. Wir fahren auf der Hoogeveensche Vaart mit 9 km/h und kommen gut voran. Die Schleusen und Brücken werden ferngesteuert von der Nieuwebrugsluis in Hoogeveen. Gegen Mittag sind wir in Meppel und machen in der Stadsgracht fest. Das ist ein toller Liegeplatz mitten in der Stadt und trotzdem ruhig. Wir sind gerne in Meppel und verbringen immer ein paar Tage in dieser lebendigen und interessanten Stadt. Meppel, Stad met sjijl!

weiterlesen: Meppeldag

*

*

*

Allgemein

Küstenkanal und Ems

Von Oldenburg wollen wir über den Küstenkanal und die Ems nach Haren.

_MG_4407

Vor der Schleuse Oldenburg müssen wir warten, Ca. 2 Std., dann endlich wird wieder geschleust. Die Schleuse war defekt und anschließend mussten wir auf die Flut warten, weil bei NW nicht geschleust wird (1,5 nach NW).

_MG_4411

Dann liegt er vor uns, der Küstenkanal. Er ist lang und langweilig.

Nach 6 Stunden sind wir in Lehe und machen dort für die Nacht fest. Lehe ist ein kleiner Hafen am Kanal, drumherum ist nur Natur.

_MG_4422

Hafengeld Lehe: 11 Euro incl. Strom

_MG_4429

Am nächsten Morgen geht es weiter noch ein Stück Küstenkanal und dann auf die Ems. Für heute liegen 3 Schleuse vor uns, Dörpen, Düthe und Hilter.

Auf der Ems ist das Fahren interessanter, der Fluss ist nicht so gerade wie der Küstenkanal.

_MG_4441

In Haren übernachten wir in der Marina.

Am nächsten Tag fahren wir zur Schleuse Haren und erfahren, dass in der Nacht ein Blitzeinschlag die Steuerung einer Brücke im Haren-Rütenbrockkanal zerstört hat. Wir können schleusen und bis zum Stadtanleger im Kanal fahren.

IMG_5195

Dort sollen wir auf die Weiterfahrt warten. Erst heißt es Samstag geht es weiter, dann kommt eine Dame von der Kanalverwaltung vorbei und sagt uns, es geht leider erst Montag wieder. Die Steuerung muss komplett erneuert werden und das schaffen sie nicht bis Samstag und Sonntag ist Ruhetag.

IMG_5198

Am Sonntag kommt der Hafenmeister vorbei und möchte Hafengeld kassieren. Wir liegen mit 3 Schiffen an einem Schwimmsteg, ohne Strom und Wasser und sind im Kanal gefangen! Die 3 Eigner sind sich einig, Hafengeld für 3 Tage wollen wir nicht zahlen. Der Hafenmeister führt an, der Steg koste Geld, Reinigung usw. Aber wir liegen hier wegen einer Störung, die die Kanalbehörde zu beseitigen hat und nicht weil wir es hier so schön finden. Nach langem Ringen erklärt sich der Hafenmeister mit einer Zahlung von 10 Euro (statt 21 €) einverstanden (ohne uns eine Quittung zu geben).

Es ist unerträglich heiß, das Thermometer zeigt 40 Grad.

_MG_4468

Weiterlesen: Ankunft Niederlande

*

*

*