saison 2018

Mildam – Tjeukemeer

Von Mildam zum Tjeukemeer
18,2km – 2,5Std.Screenshot_2018-10-25 Strecken von MS_Carina GPSies

Der Jahrhundertsommer hält an, wir wollen auf dem Tjeukemeer ankern. Gleich in Mildam müssen wir eine Klappbrücke passieren.

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Es geht durch eine schöne Landschaft, diese Strecke gehört noch zur Torfroute. Wir befahren den Tjonger (De Kuunder of de Tsjonger).

Die Tjongermole kommt in Sicht.

_MG_6684De Tjongermole_MG_6695

Die Spoorbrug der Linie Heerenveen – Meppel, Höhe 3,34m und Breite 5,60mIMG_1431

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Dann biegen wir ab in die Broeresloot of Vierhuistervaart, eine Verbindung vom Tjonger zum Tjeukemeer.

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Wir überqueren das Tjeukemeer und suchen uns dann einen geeigneten Ankerplatz.

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Heute werden wir unseren neuen Anker einsetzen. Es ist ein 15kg schwerer Niro M-Anker mit Bleileine. Mit dem bereits vorhanden Anker sind wir nicht zufrieden, besonders das Einholen stellte sich als schwierig dar. Mehrmals hat der Anker beim Einziehen in die Ankerklüse die Bordwand beschädigt.

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Der Anker fällt und schon sind wir im Wasser und genießen die Abkühlung. Natürlich nütze ich die Gelegenheit zum Fotografieren (Wassertiefe 1,50m).

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Es ist immer wieder schön auf den Meeren in Fryslan zu ankern. Es ist ruhig und wir genießen den Sonnenuntergang mit einem echten friesischen Cocktail: Dikke-Citroen von der Weduwe Joustra aus Sneek mit Sekt/Selter.

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Nächste Woche erwarten wir Besuch, Kinder und Enkelkinder machen 1 Woche Urlaub in Fryslan. Wir suchen einen Liegeplatz für eine Woche.

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saison 2018

Friesische Torfroute

Nachdem wir zwischen Grou, der Mareboje auf dem Sneekermeer und Akkrum mehrmals hin und her gewechselt haben und das sommerliche Wetter ausgiebig mit Chillen und Schwimmen genossen haben, steuern wir die Torfroute an.

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Die Kanäle der Torfroute stammen aus der Zeit, als in diesem Gebiet noch Torf abgebaut wurde (1630-1800). Von der Nieuwe Compagnon wurden die Kanäle wieder befahrbar gemacht und auch die Unterhaltung liegt in ihrer Hand.

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Das Befahren der Torfroute ist kostenlos, ebenso wie das Schleusen und Öffnen der Brücken. Liegegeld zahlt man auch nicht, nur an zwei oder drei Stellen fällt eine Gebühr für die Unterhaltung der Sanitärgebäude an.

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Es sind schmale und ruhig zu fahrende Kanäle, kaum touristische Attraktionen, der Weg selber ist die Sehenswürdigkeit. Er führt durch Weidelandschaften, Wälder, Moore und Heide. Man wird entschleunigt.

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Akkrum – Aldeborn

Von Akkrum fahren wir durch den Ortsteil Nes. Auf der Zijlroede passieren wir zwei Klappbrücken, sie werden von Brückenwärtern bedient. In der Waterkaarten App sind sie als Selbstbedienungsbrücken ausgewiesen.

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Über die Boorne gelangen wir nach Aldeborn(Oldeborn). Es ist ein kleines Dorf mit einer hübschen Kirche, einem Supermarkt und einem Café (leider geschlossen).

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Der Ort erstreckt sich längs des Kanals, wie es für die früheren Torf-Kolonien typisch war. Vor der ersten Brücke betätigen wir den Rufknopf und nach ein paar Minuten kommt eine Frau und öffnet die erste Brücke.

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Drei Drehbrücken passieren wir, die hintereinander von Brückenwärter/innen bedient werden. Wir finden einen Liegeplatz im Ort an der Kaimauer mit Strom und Wasser.

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Es ist heiß und die Kinder von Aldeborn tummeln sich im Kanal. Mit Luftmatratzen, Badebooten und Schwimmtieren, vom Einhorn bis Flamingo ist alles vertreten.

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Es macht Spaß die Kinder zu beobachten. Der Brückenwärter wartet sogar mit dem Schließen der Brücke bis alle Kinder von dem geöffneten Teil der Brücke ins Wasser gesprungen sind.

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Am späten Nachmittag hören wir laute Musik und es kommt ein geschmücktes Boot mit vielen Kindern an Bord. Alle sind mit einem Wasserspritzgerät ausgestattet. Die Kinder aus Aldeborn begleiten das Boot am Kanal entlang und werden vom Boot aus nass gespritzt. Eine riesengroße Gaudi. Die Kinder im Boot, so erfahren wir, wechseln auf die höhere Schule nach Herrenveen und verabschieden sich so von den Kindern im Dorf. Dieses Vergnügen findet jedes Jahr statt.

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In Aldeborn müssen wir kein Liegegeld bezahlen. Übernachten ist kostenlos.

Aldeborn – Gorredijk

Leinen los in Aldeborn, es geht weiter auf der Torfroute. Unser Ziel für heute ist Gorredijk. Gleich hinter dem Ortsausgang von Aldeborn passieren wir die erste Brücke, eine feste Brücke mit einer Durchfahrtshöhe von 3,40m, mit gelegtem Mast für uns kein Problem. Wir fahren auf dem Nijdijp.

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Etwas weiter (backbord) zweigt der neue Polderhoofdkanaal nach Veenhoop ab, der wurde erst 2017 eröffnet.

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Aber wir fahren weiter, der Kanal heißt jetzt Nije Feart, dann wechselt er seinen Namen kurz vor Gorredijk in Opsterlankse-Kompagnonfeart.

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Bis zur Schleuse in Gorredijk haben wir 4 bewegliche Brücken passiert. Teilweise werden sie mit der Hand vom Brückenwärter bewegt. Auch die Schleusentore werden per Muskelkraft geöffnet.

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In der Schleuse wird Carina ca. 1,5m nach oben bewegt und passiert bis zum heutigen Liegeplatz noch mal 3 Drehbrücken, die ebenfalls von den freundlichen Brückenwärtern für uns geöffnet werden.

Keine Gebühr für den Liegeplatz in Gorredijk, Strom gibt es für einen Euro an der Stromsäule.

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Es ist weiterhin sehr warm, selbst dieser Stubentiger überlegt, ob er baden gehen soll.

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In Gorredijk machen wir einen Tag Pause und füllen unsere Vorräte bei Aldi und Poiesz auf.

Gorredijk – Donkerbroek

Morgens sagen wir dem Brückenwärter, wir wollen weiter und er öffnet die Klappbrücke „Kaatswächterbrega“ für uns. Zwei weitere Klappbrücken öffnen sich als wir auf die Brücken zu fahren.

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Dann folgen 2 Selbstbedienungsbrücken. Die erste wird freundlicherweise von einer Anwohnerin geöffnet, selbstverständlich wird sie von uns belohnt. Die nächste Brücke wird gerade von der Bordfrau des uns entgegenkommenden Schiffes geöffnet und sie winkt uns gleich durch und schließt die Brücke anschließend. Dann kommt eine Klappbrücke und da hinter die Schleuse Lippenhuisen.

Hier ist wieder ein Brücken/Schleusenwärter für uns da. Wir werden alleine geschleust. Gleich im Anschluss die Hemrikerverlaat, ebenfalls wieder Klappbrücke und Schleuse mit Wärter.

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Die nächste Selbstbedienungsbrücke müssen wir tatsächlich selber öffnen. Uwe legt an dem kleinen Steg vor der Drehbrücke an, Karin steigt aus und öffnet die Brücke.

Es geht ganz einfach, mit dem Hebel entriegeln und die Brücke zur Seite schieben. Sie lässt sich leicht bewegen.

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Da kommt ein Schiff

Uwe fährt durch und legt am Steg hinter der Brücke wieder an, denn es kommt uns ein Schiff entgegen, jetzt können wir uns revanchieren, wir lassen das Schiff die Brücke passieren und schließen anschließend erst die Brücke.

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Wir warten und lassen das entgegenkommende Schiff passieren

Dann geht es weiter zur nächsten Schleuse, insgesamt sind es für heute 3 Schleusen und 18 Brücken (Klapp- oder Drehbrücken).

Von den 5 Selbstbedienungsbrücken haben wir nur eine selbst geöffnet, die anderen wurden von freundlichen Helfern bedient.

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Meistens sind es Kinder, die sich das Taschengeld aufbessern, denn jeder zeigt sich für den Service erkenntlich. Es erspart das zweimalige Anlegen pro Brücke. Ein Junge hat sich eine Angel mit einem Klompje gebastelt. Den ganzen Weg bis Donkerbroek fahren wir alleine und werden auch immer alleine geschleust.

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Hier wird gemäht

Eine landschaftlich schöne Strecke mit lustigen Figuren.

In Donkerbroek am Ortsausgang gibt es die Möglichkeit festzumachen, hier gibt es Strom und auch ein Sanitärgebäude.

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Das Liegen ist kostenlos. Im Coop in Donkerbroek kaufen wir ein paar Kleinigkeiten ein und spazieren dann weiter zur Klappbrücke auf der Suche nach einem Eisladen.

Wir werden nicht fündig, aber im Restaurant am Kanal trinken wir ein Kopje Koffie und essen eine frisch gebackene Waffel mit Erdbeeren und Sahne.

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Liegeplatz Donkerbroek

Donkerbroek – Appelscha

Es ist wieder sonnig und sehr heiß. Das Thermometer zeigt 30Grad.

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Diesmal fahren wir nicht alleine, mit uns fahren zwei niederländische Boote. Wir haben heute 4 Schleusen und 11 Brücken zu passieren.

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Die beiden anderen Schiffe fahren sehr sehr langsam durch die Brücken und auch sehr langsam in die Schleusenkammern. Es dauert immer lange bis sie festgemacht haben, obwohl sie Bug- und Heckstrahlruder haben.

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Auch auf gerader Strecke fahren sie mal schnell und dann wieder sehr langsam. Das ist nervig und kostet viel Zeit.

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Die Schleusenkammern werden bis fast zum Überlaufen geflutet, das macht das Abfendern schwierig, aber unsere Treppenfender bewähren sich gut, da sie nicht aufschwimmen.

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Unter weiter geht es mit Brücken und Schleusen. Die gesamte Strecke beträgt ca. 11 km und wir sind fast 4 Stunden unterwegs.

Eine Hubbrücke in Oosterwohle

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In Appelscha dann zwei Selbstbedienungsbrücken, sie werden von einem Jungen geöffnet, so können wir ohne Stop weiter fahren.

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An einem Steg mit Stromsäulen gehen wir in Appelscha längsseits.

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Auch hier ist das Liegen wieder kostenlos. Für Strom und Wasser benötigt man eine Karte, die man am Automat kaufen und/oder aufladen kann. Wir haben schon eine Karte von Leeuwarden und die können wir benutzen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Appelscha und auch einen Imbiss.

Appelscha – Mildam

Wir füllen noch den Wassertank voll, besorgen bei Pioesz Sprudel und wenden Carina vom Steg aus per Hand. Dann legen wir ab und fahren durch Appelscha zurück nach Oosterwohle.

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Nach der 3. Schleuse (Nainga Verlaat) biegen wir ab auf den Tjonger. Auch hier wird die Schleuse wieder mit vollem Körpereinsatz bedient.

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Schleuse III auf zum Tjonger

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Dann in die Schleuse II und I. Diesmal sind wir alleine unterwegs.

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Sluis I

Insgesamt 6 Schleusen und 16 Brücken liegen auf der Strecke und es sind insgesamt ca. 30km.

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Nach 6 Stunden machen wir am Ortsrand des kleinen Dörfchens Mildam am Marrekriteplatz zum Übernachten fest.

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Von Mildam fahren wir zum Ankern aufs Tjeukemeer.

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2015

Von Meppel bis Heerenveen

In Meppel sind wir an unserem Liegeplatz gefangen. Ein Stahlponton hatte sich bei dem starken Wind losgerissen und die Ausfahrt aus dem Stichkanal versperrt. Nach einer Stunde sind wir wieder frei und können ablegen.

Tschüss Meppel – die Stad met Stijl – es war nett

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Heute fahren wir über den See……. Beltenwijde und Beulaker Wijde.

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Es ist sehr warm und wir erfrischen uns mit einer kalten Dusche. Anschließend geht es weiter auf der Torfroute an Giethoorn vorbei auf den Kanaal Beukers-Steenwijk.

9 Ströche
viele Ströche

In Steenwijk kommen wir am Nachmittag an und machen im Stadthafen fest. Man liegt hier längsseits im Kanal und es gibt Toiletten/Duschen/Strom und Internet.

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Hafengeld: 12 Euro und 2 Euro Touristenabgabe

Wir bummeln durch die Stadt und kaufen einen Jungen Genever.

Für den Alten einen Jungen Genever
Für den Alten einen Jungen Genever

Von Steenwijk geht es in die Natur.

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Tschüss Steenwijk

Wir befahren weiter auf der Torfroute den Kanaal Ossenzijl.

Hinter der Schleuse in Ossenzijl machen wir an der Wiese fest. Wir liegen auf dem letzten Platz und genießen die Sonne und die tolle Stimmung. Der Tag wird mit einen grandiosen Sonnenuntergang beendet, den wir auf dem Vorschiff mit einem Glas Wein verfolgen.

Kein Hafengeld – kein Strom

Von Ossenzijl fahren wir die Torfroute weiter Richtung Heerenveen. Es ist eine Strecke, die man nur mit einem flachen Boot fahren kann, die Höhe der niedrigsten festen Brücke beträgt 2,60m. Wir bummeln mit 6km/h durch diese herrliche Landschaft.

CARINA fährt wieder fast alleine und das in der Hochsaison! Hinter der offenen Schleuse Schoterzijl suchen wir uns einen Marrekriteplatz. Wir wollen es nicht glauben, wir finden einen Platz ganz für uns alleine an einer breiten Stellen der Linde (Flüsschen). Wir liegen an einem Schilfgürtel und blicken auf einen Seerosenteppich.
Marrekriteplatz mit der Nr.: TJ17

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Kein Hafengeld – kein Strom

Nach einem guten Frühstück in mitten der Natur legen wir ab. Auf Kuinder of Tjonger  nimmt der Betrieb wieder ein wenig zu.

Über die Engelenvaart gelangen wir in die Stadt Heerenveen. Auch hat unser flaches Schiff wieder einen Vorteil, wir können gleich in die Stadt fahren (feste Brücken 2,60m) und nicht im großen Bogen über die Heereslot. Der Klompje (Brückengeld 2€) kommt an der ersten Klappbrück in der Stadt angeflogen. Immer wieder beeindruckend wie der kleine Holzschuh direkt vor mir in der Luft hängt. Beim ersten Mal dachte ich, wie fange ich den Kompje ein? Aber das ist kein Problem, er hängt vor mir und ich muss ihn nur greifen. In Heerenveen können wir an der Kaimauer festmachen.

Kein Hafengeld – kein Strom

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Saison 2013

Meppel – Schoterzijl (Torfroute)

Meppel – Steenwijk (24km)

Nach den Hafentagen in Meppel haben wir jetzt auch wieder große Lust weiter zu ziehen. Also Leinen los und erst mal zum Wasserbunkern. In Holland gibt es direkt an den Liegeplätzen kein Wasser, sondern immer eine Bunkerstation für Wasser (Anlegeplatz mit Wasserschlauch, 100 Liter 0,50 Euro). Wir bunkern 300 Liter Wasser denn der Wassertank ist fast leer. Dann geht es auf den Meppelerdiep und nach ca. 5 km biegen wir ab in die Beukersgracht Richtung Steenwijk. Wir fahren auf der Torfroute. Hier erwartet uns eine Schleuse, aber die einzige für heute. Die Beukersgracht endet in einem großen See „Beltenwijde“, den durchfahren wir und es geht dann in den Kanal Beukers-Steenwijk bis nach Steenwijk. Vor der Brücke bei Giethoorn machen wir Mittagspause, die Brücke öffnet sich erst wieder um 13.00 Uhr. Gegen 14.30 sind wir fest im Passantenhafen von Steenwijk und liegen hier an einem schönen Steg mit Strom mitten in der Stadt. Leider regnet es kurz nach dem wir fest sind, ein kräftiges Gewitter tobt sich aus. Also muss der Bummel durch die Stadt warten. Es sieht allerdings aus, als wenn es bis zum Ladenschluss weiterregnet……

Gegen 18.00 Uhr bummeln wir noch durch die Stadt,  heute ist langer Donnerstag und es ist wieder trocken!

Hafentage in Steenwjik

Hier in Steenwijk spielte sich heute ein Entendrama ab…., eine Entenmutter mit 5 Küken (gestern waren es noch 6) kam heute morgen in den Passantenhafen und wollte mit den Küken (höchstens 2 Tage alt) an Land, aber es ist ein Kanal mit hoher und glatter

Uferbefestigung und da können die Kleinen nicht hoch, Mama Ente fliegt an Land und ruft und ruft, aber die Küken können ihr nicht folgen, die Entenmama versteht das nicht….und die kleinen Küken sind schon ganz schwach. Ich weiß nicht wie lange sie schon im Wasser paddeln. Sie müssen ja mal an Land, damit sie gewärmt werden können und auch damit sie die Federn fetten können. Eins der Küken, es schwächelt schon sehr, habe ich mit der Hand rausgeholt, aber es war zu spät, wenig später war es tot….nach einer weiteren Stunde leben nur noch 2 Küken….eins davon habe ich mit einem kleinen Einkaufskorb aus dem Wasser geholt, das sitzt jetzt in der Plicht und putzt sich….die Entenmama kreist ums Schiff mit dem anderen kleinen Entchen im Schlepp, aber das lässt sich nicht fangen…..

Ich habe das Küken in ein Tuch von der Küchenrolle gepackt und mit den Händen gewärmt, es zitterte fürchterlich. Dann hat es sich weiter geputzt und hat anschließend in meinen Händen ein Nickerchen gemacht. Die Entenmama hat sich beruhigt und ist dann auf eine Badeplattform gegangen, da konnte das andere Küken mit rauf. Das Schiff kam zum Glück gerade in den Hafen. Die anderen Schiffe haben keine Badeplattform oder sie sind zu hoch.

Nach dem Nickerchen habe ich das andere Küken zur Badeplattform gebracht. Es ist schnell zur Mama und unter die Federn geschlüpft. Es hat jetzt wieder etwas mehr Kraft. Nun verbringen sie die Nacht dort. Dem Hafenmeister habe ich Bescheid gegeben, das man hier nichts für Tiere vorgesehen hat! Die könnten nirgends an Land. Da meinte er,  richtig an die Menschen haben wir gedacht und Leitern angebracht, aber die Tiere haben wir vergessen. Aber das will ich mitnehmen und dafür sorgen, das sollte kein Probleme sein, wir finden eine Lösung. Diese Reaktion hat mir gefallen. Unterwegs im Kanal und auch in anderen Häfen habe ich gesehen, dass man dort so eine Art Rampe für die Tiere angebracht hat.

Steenwijk – Ossenzijl (14 km)

Nach einem schönen Geburtstagsfrühstück mit einem herrlichen Blumenstrauß legen wir in Steenwijk ab. Die Entenmutter sehen wir im Kanal, leider hat sie nur noch ein Küken, es ist wahrscheinlich das Kleine, welches wir an Bord hatten. Es wirkt nicht mehr so nass und verfroren wie gestern. Wir folgen weiter der Torfroute und die führt uns über den Kanal-Ossenzijl-Steenwijk zum kleinen verträumen Örtchen Ossenzijl. Direkt hinter der Schleuse finden wir einen kostenlosen Liegeplatz am Passantensteg. Leider ohne Strom. Wir spazieren zum Infocenter und Museum des Nationalparks Weerribben. Das ganze Gebiet entstand damals durch das Torfstechen, die Kanäle werden heute gerne von Sportbooten benutzt. Ebenfalls wurden viele Radwege angelegt und auch einen schönen Campingplatz findet man hier im ehemaligen Torfgebiet. Bei der Schleuse in Ossenzijl machen wir Pause und genießen direkt am Kanal einen Kaffee und ein Stückchen Apfeltorte mit Slagroom.

Ossenzijl – Schoterzijl (13,1km)

Weiter geht es auf der Torfroute nach Kuinre, diese Strecke können nur Boote mit einem Tiefgang von nicht mehr als 1m und einer Höhe von 2,40 m fahren. Wir dürfen und freuen uns über diese idyllische Strecke durch die fast unberührte Natur. Schilf und Seerosen säumen das Ufer der Linde. Die Linde ist ein kleiner Fluss, der auf ca. 12km befahrbar ist. Die Höchstgeschwindigkeit für die Boote ist 5km/h. Es geht also langsam durchs Wasser. In Kuinre schleusen wir und beschließen weiter bis Schoterzijl zu fahren. Es ist das Revier der braunen Kanäle. Hinter der Schleuse in Schoterzijl (steht offen) machen wir im Passantenhafen fest. Hier gibt es auch Strom für 0,50 E /kwh. Das Liegegeld beträgt 8,00 Euro. Vom Hafenmeister kaufen wir eine Marrekrite-Flagge, mit dieser Flagge (13 Euro) unterstützen wir den Verein, der für die Unterhaltung und Pflege der 3.500 kostenlosen Anlegestellen in Friesland zu ständig ist. Denn ab heute sind wir in Friesland.

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