Saison 2016

Alkmaar – Rijp – Weesp

Im Juli 2016

Von Alkmaar fahren wir nach De Rijp, es liegt nur 18km entfernt.

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Wasser bunkern in Alkmaar – Bierkade

De Rijp hat uns neugierig gemacht, weil wir erfahren haben, dass dort der berühmte  Wasseringenieur Leeghwater wohnte und er im Mittelalter (1602) den ersten Polder „De Beemster“ in den Niederlanden erschaffen hat. Außerdem gilt er als Erfinder der drehbaren Mühlenkappe. Der See „Bemster“ wurde durch die Sturmfluten immer größer, dann hat man ihn mit den Mühlen leergepumpt und in fruchtbares Weideland verwandelt. So entstand der erste Polder: „De Beemster“. Vielen ist der Namen geläufig durch den Beemster Käse, denn der leckere und sehr schmackhafte Beemster Käse wird hier hergestellt.

Wir machen im kleinen Hafen „De Meermolen“ fest und erkunden den Ort.

In de Rijp stehen  an den kleinen Grachten ungefähr 300 Häuser mit Holzgiebel aus der Zeit des Polderbaus (16.-17. Jahrh.)  und der ganze Ort wirkt wie ein Freilichtmuseum. Der kleine Platz mit der Kirche, dem Rathaus und der Waage ist besonders sehenswert. Früher war Rijp ein Fischerdorf, bekannt für den Herings- und Walfang.

 

Von Rijp geht es zurück Richtung Amsterdam. Bei der Zaanse Schans haben wir wieder kein Glück, der Anleger ist wieder belegt. Wir bewundern die Mühlen vom Boot aus.

Weiter unterwegs auf der Zaan und durch die Wilheminasluis auf den Noordzeekanaal.

In der Marina Amsterdam legen wir an und machen dort Mittagspause. Dann geht es weiter durch die Grachten von Amsterdam.

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Mittagspause in der Marina Amsterdam

Beim IJ-Tunnel biegen wir ab in das Oosterdok, vorbei am NEMO Science Center und weiter die Oudeschans und dann auf die Amstel.

Der Montelbaanstoren, der Turm aus dem 17.Jahrhundert wird auch im Volksmund Malle Jaap (Dummer Jakob) genannt, was von der Ungenauigkeit der Uhr und ihres Schlags herrührt.

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Vorbei geht es an der Herren- und Prinsengracht und weiter zur Magerebrug.

Die Amstelsluis kommt in Sicht und das Amstelhotel.

Dann lassen wir Amsterdam hinter uns und biegen ab auf die Weesper Trekvaart.

Den Amsterdam-Rijnkanaal überqueren wir und vor der Sluisbrug in Weesp finden wir einen guten Liegeplatz.

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Weiter geht es nach Kampen

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Saison 2016

Alkmaar

Juli 2016

Wir verlassen Amsterdam Richtung Norden und biegen vom Noordzeekanaal in den Zijkanaal ab zur Wilhelminasluis. Zusammen mit einem Binnenschiff fahren wir in die Schleuse.

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Dann geht es weiter auf der Zaan, ein zehn Kilometer langes Fließgewässer quer durch die Gemeinde Zaanstad.

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Hier liegt auch das Freilichtmuseum „Zaanse Schans“ mit den typischen Zaanse-Häusern und vielen Mühlen. Leider ist der Anlegsteg schon besetzt und wir bewundern die Mühlen vom Schiff aus. Vielleicht haben wir auf dem Rückweg mehr Glück und können dann dort anlegen (hat leider auch nicht geklappt).

Unser Ziel für heute ist Alkmaar, denn wir möchten gerne den berühmten Käsemarkt besuchen. Wir machen an der Bierkade (dem Meldesteiger) fest und der Hafenmeister schlägt uns vor, für die Nacht dort liegen zu bleiben und morgen in die kleine Gracht „Luttik Oudrop“ zu verholen.

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Meldesteiger Alkmaar

Am nächsten Morgen verholen wir uns in die Gracht und haben einen tollen Blick auf die schöne alte Waage.

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Wir schauen uns die Stadt an, Alkmaar ist bekannt als die Käsestadt von Holland! Aber sie bietet viel mehr als nur den Käsemarkt. Alkmaar ist eine bezaubernde Stadt mit einem schönen historischem Zentrum. Wir sehen viele nette Einkaufsstraßen mit interessanten kleinen Geschäften, unzählige, gemütliche Cafés, Kneipen und Restaurants in allen Preisklassen. Hier macht das Shoppen Spaß.

Dann ist Freitag und Käsemarkt!
Von April bis einschließlich September findet jeden Freitag ab 10 Uhr vormittags der Käsemarkt nach jahrhundertealter Tradition statt. Dieses farbenprächtige, folkloristische Spektakel ist wirklich sehenswert.

Frühmorgens wird der Käse angeliefert.

Die Zetters (Setzer) entladen in aller Frühe die Lkws, stapeln die Käselaibe auf dem Marktplatz und beladen die Tragbahren. Man erkennt sie an der schwarzen Hose und dem blauen Hemd. Die Käsemarktmeister und die Händler kontrollieren die Käselaibe auf Qualität.

Die Gilde der Kaasdragers (Käseträger) wurde 1593 gegründet und besteht aus 30 Männern, sowie einem Kaasvader (Käsevater). Es gibt 4 Vemen (Körperschaften) in der Gilde und jede hat eine eigene Farbe (rot, gelb, grün, blau). Die Zugehörigkeit der Käseträger zur jeweiligen Körperschaft ist an der entsprechenden Farben der Hüte und Tragbahren zu erkennen.

Zur Tradition gehört eine Hausordnung, die von den Käseträgern ernst genommen und beachtet wird. Wer zu spät kommt, zahlt Bußgeld. Raufereien, Rauchen, Alkohol und Fluchen sind auf dem Käsemarkt strengstens verboten. Fällt mal ein Käse von einer Trage, rufen die Träger:  ‘Uil’ (Eule)! Hat der Käsevater seinen Stock oder den Hut vergessen, rufen die Träger: „Paps, du läufst nackt!“ Jeder Käseträger bekommt einen Spitznamen, z.B. „Dolmetscher” …der viele Sprachen spricht, „Vergissmeinnicht”, der öfter was vergißt, „Scharfrichter”, der die Bußgelder eintreibt. Alle Namen mit Spitznamen sieht man hier: Gilde der Käseträger

Der Kaasvader (Käsevater) ist das Oberhaupt der vier Körperschaften und an seinem orangefarbenen Hut und dem Stock zu erkennen. Er wird von den Käseträger liebevoll Papa genannt.

Die Kaasmeisje (Käsemädchen) machen Werbung für den Käse und das Käsemuseum.

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Die Ingooiers (Einwerfer) tragen eine schwarze Hose und ein beigefarbenes Hemd, sie laden nach dem Wiegen den Käse von den Tragbahren in hölzerne Schubkarren und bringen sie zu den LKWs der Käufer.

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Es war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis und ein Besuch des Käsemarktes von Alkmaar sollte unbedingt zu einem Hollandbesuch dazugehören.

Hier mein Video vom Käsemarkt: Käsemarkt

Besuch in Rijp und zurück nach Weesp (quer durch Amsterdam)

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